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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1905-07-01 · Heft 7 (Juli 1905) · p. Seite 9

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
1 (1905)
Issue
Heft 7 (Juli 1905)
Article
Die jüdischen Handwerker in Rumänien
Date
1905-07-01
Page
Seite 9 (sequence 2)
Language
German
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- 9 — mindestens ebenso groß ist als die Zahl der nichtjüdischen „Fremden ohne fremde Staatsangehörigkeit" und kann also die Zahl der „Fremden ohne fremde Staatsangehörigkeit4' immer als Minimalzahl für die Juden betrachten. Wir geben im folgenden kurz die wichtigsten Zahlen für die Groß-, Spezial- und Extraktivindustrie, um uns dann eingehend der Klein- und Mittelindustrie d. h. dem Handwerk zuzuwenden, teils weil für dieses 'genaue Angaben über die Konfession der Berufstätigen vorliegen, teils weil es nach der Zahl der hierin beschäftigten Juden von besonderer Bedeutung ist. I. Großindustrie. Es gibt insgesamt 625 großindustrielle Betriebe, in welchen im ganzen 89746 Menschen (einschließlich der Inhaber) beschäftigt sind. Nach der Staatsangehörigkeit waren unter den 025 Unternehmern in absol. . 0, Zahlen 1 in;° unter den 39121 Angestellten und Arbeitern in absol. . 0, Zahlen; m "° Rumänen Prem de mit fremder Staatszugehürigkeit Fremde ohne fremde Staatsangehörigkeit 3H7 53,9 im 26.6 122 10,5 30121 1 77,0 Ü905 \ 17,7 2092 5.3 Sa. 625; 100,0 30121 100,0 Setzt man für die „Fremden ohne fremde Staatsangehörigkeit'* das Wort „Juden4' ein, so machen die Juden unter den großindustriellen Unternehmern 19,5%, unter den großindustriellen Angestellten und Arbeitern 5,3 % aus. Unter den Unternehmern der einzelnen Berufsklassen sind die Fremden ohne fremde Staatsangehörigkeit am stärksten vertreten in der Glasindustrie (52,8 °/o aller Unternehmer sind hier Fremde ohne fremde Staatszugehörigkeit), der Holz- und Möbel- Industrie (32,4 °/o), der Bekleidungsindustrie (39,1 o/o) und der Textilindustrie (26,5 %). IL Spezialindustrie. a) Kleinere Mahlmühlen. Unter den Inhabern sind 5310 Rumänen und 320 Nichtrumänen. b) Kleinere Schneidemühlen. Unter den Inhabern sind 761 Rumänen und 17 Nichtrumänen. I c) Kleinere Walkmühlen. Unter den Inhabern | sind 514 Rumänen und 1 Nichtrumäne. I Unter den 10930 Angestellten und Arbeitern | in den unter IIa, b, c aufgeführten Berufen sind I 10192 Rumänen und 738 Nichtrumänen. | III. Extraktivindustrie. Es sind unter den | 235 Inhabern 181 Rumänen. 20 fremde Staatsan-; gehörige, 34 Nichtrumänen ohne fremde Staatsange-; hörigkeit: unter den 6333 Angestellten und Arheij tern 5159 Rumänen, 1107 fremde Staatsangehörige, I 7 Nichtrumänen ohne fremde Staatsangehörigkeit, IV. Mittel- und Kleinindustrie (Hand- : werk). In der Mittel- und Kleinindustrie sind : in privaten Betrieben im ganzen 19289 Juden | (unter 97 755 Personen überhaupt) beschäftigt i und zwar 9801 Juden als Selbständige, 5551 als; Gesellen und 3937 als Lehrlinge. Dazu kommen; noch 211 Juden (16 Selbständige, 143 Gesellen i und 52 Lehrlinge), welche in öffentlichen, d. h.! von einer öffentlichen Körperschaft verwalteten i Betrieben beschäftigt sind. Läßf man die offen t-! liehen Betriebe außer Betracht und berücksichtigt j für die Verteilung der Juden auf die einzelnen | industriellen Berufsklassen nur die in privaten j Betrieben beschäftigten Personen, so erhalten wir | auf Grund der in Tabelle I gegebenen detaillierten I Zahlen das Resultat, daß die Juden (nach abso- \ luten Zahlen) am stärksten in der Bekleidungs- I industrie (Schneider und Schuhmacher), der Mei tallindustrie und der Holz- und Möbelindustrie; vertreten sind. j Von den gesamten in der Klein- und Mittel- | industrie beschäftigten 19289 Juden entfallen | 11934 61,8 % auf die Bekleidungsindustrie, j 2407 12,4 % auf die Metallindustrie und 1884 9.7 % auf die Holz- und Möbelindustrie. Am geringsten von Juden besetzt sind die Industrie der Steine und Erden, die Korb- und j Flechtindustrie und die keramische Industrie, in I denen nur 21 bezw. 30 bezw. 53 Juden be-! schäftigt sind.! Nach dem relativen Anteil der Juden unter j der Gesamtzahl der in derselben Berufsklasse Beschäftigten steht obenan die Papierindustrie,; in welcher 56,0 % aller Beschäftigten Juden sind, i dann folgt die polygraphische Industrie mit 31,8 %, : die Bekleidungsindustrie mit 29,2 % und die

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