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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1905-06-01 · Heft 6 (Juni 1905) · p. Seite 12

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
1 (1905)
Issue
Heft 6 (Juni 1905)
Article
Frequenz der Universitäten und technischen Hochschulen in Oesterreich im Jahre 1901/02
Date
1905-06-01
Page
Seite 12 (sequence 2)
Language
German
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— 12 - Die jüdischen Studierenden verteilten sich auf die einzelnen Universitäten wie folgt: Winter-Semester 1901/02 Sommer-Semester 1902 Wien /...... 1 627 i m 31 36 Innsbruck ... 0 2 Prag (dtsch. U.) 395 348 Prag (böhm. ü.) 84 70 Lemberg . . . 471 453 Krakau .... 207 190 Czernowitz... . 235 207 Sa. 3 050 2 729 Mehr als die Hälfte aller jüdischen Studierenden entfiel also auf die Universität Wien. Im ganzen studierten im Winter - Semester 1901/02 an den deutschon Universitäten Wien, Graz, Innsbruck, Prag und Czernowitz 2 288 Juden —75,02% aller studierenden Juden, an den nichtdeutschen Universitäten Prag, Lemberg und Krakau 762 24,98 o/0. Relativ am meisten Juden, nämlich 235 (d. h. 43,28 % der gesamten 543 Studierenden) zählte die Universität Czernowitz, die damit von allen Universitäten der Welt, soweit bekannt, den größten prozentualen Anteil von jüdischen Hörern hat. In der rechts- und staatswissenschaftlichen Fakultät bilden die Juden (208 an der Zahl) unter den 399 Studierenden dieser Fakultät sogar die Majorität. Der Fakultät nach entfielen von den jüdischen Studierenden imW.-S. im S.-S. 1902 auf die rechts- und Staats wissenschaftliche Fakultät.......... 1713 1645 auf die medizinische Fakultät .... 763 5S8 auf die philosophische Fakultät .... 574 496 Hiernach wendet sich also im Gegensatze zu Preußen, wo immer noch das medizinische Studium relativ am meisten Juden anzieht, in Oesterreich weitaus die Mehrzahl der jüdischen Studierenden (56,16% im Winter-Semester 1901/02) der Rechts- und Staatswissenschaft zu. 2. Auf den studierten: technischen Hochschulen imWi ut er-Sem est er im Sommer- 1901/02 Semester 1902 in absol. in°/°all. in absol. in'/oall. Zahlen Stud. Zahlen Stud. Katholiken . . . 4 812 74,3 4 451 74,5 oriental. Griechen SO 1,3 76 1.2 Evangelische. . . . 407 6,3 351 5,9 Juden ........ 1155 17,8 1080 18,1 Sonstige ..... 20 0,3 19 0,3 Unter den einzelnen technischen Hochschulen hatten jüdische Studierende: im Winter-Semester 1901/02 im Sommer-Semester 1902 702 667 Graz....... 5 4 Prag (deutsche) 196 180 Prag(böhmisch) 38 35 Brünn(deutsch) 98 88 Brünn (mähr.) 0 0 Lemberg .... 116 106 Sa 1155 1080 Auch bei den technischen Hochschulen findet sich hiernach der bei weitem größte Teil der jüd. Studierenden auf den deutschen Hochschulen (insbesondere in Wien). Nur etwa 15°/0 der jüdischen Studierenden studierten an den nichtdeutschen technischen Hochschulen in Prag und Lemberg. Die mährische technische Hochschule in Brünn zählt im Gegensatz zur deutschen technischen Hochschule daselbst, die 98 bezw. 88 jüdische Studierende hat, keinen einzigen jüdischen Hörer. Nach dem Studienfache entfielen von den jüdischen Studierenden: iraW,-S. 1901/02 im S.-S. 1902 auf die Ingenieur-Abteilung....... 432 391 „ „ Hochbau- „ ....... 35 33 511 485 „ chemisch-techn. „ ....... III 113 „ sonstige L ehrgegen stände. . . 66 58 3. Die Hochschule für Bodenkultur in Wien zählte im Winter-Semester 1901/02 und Sommer-Semester 1902 unter 366 bezw. 344 Studierenden je 2 Juden: die B ergakademie en in Leoben und Pribram im Studienjahr 1901/02 unter 367 Studierenden 7 Juden. (Oesterreichische Statistik 73. Band, 1. Heft. Wien 1905.) Oesterreich. Die Bewegung der Bevölkerung in Oesterreich im Jahre 1901 wird von der k. k. Statistischen Centraikommission in Band 77 Heft 1 der Oesterreichischen Statistik (Wien 1904) dargestellt Wir entnehmen daraus folgende Angaben. 1. Eheschließungen fanden statt zwischen jüd. Mano u. jüd. Frau ...... 7 576 zwischen jüd. Mann u. nichtjüd. Frau ... 82 zwischen nichtjüd. Mann u. jüd. Frau ... 65 zwischen nichtjüd. Mann u. nichtjüd. Frau 206 034 Sa. 213 757 Von den 147 Mischehen entfielen 98 auf Wien und 25 auf Böhmen; in Galizien und der Bukowina kam dagegen, obwohl dort etwa '6j± aller Österreich. Juden leben, keine einzige Mischehe vor. Rechnet man die Mischehen je zur Hälfte den Christen und Juden zu, so kamen Eheschließungen auf je 1000 Juden 6,25 auf je 1000 Nichtjuden 8,27

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