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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1905-03-01 · Heft 3 (März 1905) · p. Seite 16

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
1 (1905)
Issue
Heft 3 (März 1905)
Article
Zahl und Bewegung der jüd. Bevölkerung
Date
1905-03-01
Page
Seite 16 (sequence 2)
Language
German
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- 16 - 0.90% aller Schüler aus: zum Examen zugelassen wurden 8-1.40% aller jüdischen und 84,83% aller nichtjüdischen Schüler; das Examen bestanden haben 72,89% aller jüdischen und 69% aller nichtjüdischen Schüler. (Anuarul Statistic al Romaniei. Bucarest 1904 und Bulletin Statistic al Romaniei Seria 2a No. 1 Bucarest 1900.) „ . Ii Die Juden in der Levante, YOröerasier«. jj in Syrien und Palästina. --==== rr=r==: ]sTach V e l' n o y u. D am b ru a n n: Les Puissances Etrangeres dans le Levant, en Syrie et cn Palestino (Paris u. Lyon 1900 S. 137 ff.) hat sieh durch die starke Einwanderung im letzten Jahrzehnt des. 19. Jahrhunderts die Zahl der Juden in Palästina außerordentlich vermehrt. in der Stadt Jerusalem allein ist die Zahl der Juden von 13 920 Seelen im Jahre 1881 auf 25 322 im Jahre 1891 und auf 41000 Seelen im Jahre 1900 gestiegen. Die Yi-ayels (größeren Verwaltungsbezirke) in der Levante, Syrien und Palästina, welche mehr als 1000 Juden zählen, sind in der untenstehenden Tabelle angeführt. Städte mit mehr als 300 Juden sind:' Stadl Juden I Mohaini Griecti.-! :medaner katbol. i Armen.! Sonstige Aleppo . . 7790! 97 451 _ 5550 ca 16300 Beyrut . . 2500! 36080 — 600 i» 81100 Damascus . i 4000 99000 — 9 0 50100 Haifa . . . 2200 3350 450 — n 4100 Jaffa . . . I 7 000 24000 — — n 5000 Jerusalem . 141000 7 000 6000 50 v 6000 Safed . . . | 6710 7 253 — — » 2000 Saida . . . 600 8000 _ — r 3400 Akko . . . 766 6780 — — „ 2800 Tiberias . . 5 700 1400 35 — „ 300 V i 1 a v c t s Juden Muhame "aner Griech.-Kath. Armenier (Rath. u. Protest.)! Sonstige Archipel......... Aleppo ......... Diarbekir ......... Fan........... Mossul.......... Bagdad ......... Bassorah......... Smyrna......... Bigha (Mutessariflik de) ... Brnssa.......... Ismidt (Mutessariflik de) . . . Constantinopel (asiatisch. Bezirk) Beyrut.......... Syrien.......... 1897 20 000 1269 5 000 6 000 53 500 4 500 22 516 2 988 3 255 2 500 6 670 25 136 5 380 27 195 792 449 337 644 241 000 248 380 789 500 939 650 1 093 334 106 583 1 296 593 129 715 139 552 230 173 585 219 293 787 23 725 9 250 50 25 208 283 16 413 230 711 40 795 44164 138 081 38 49 032 79 129 79 998 3 300 1525 15105 1696 88 991 48 635 38 743 6 056 7125 2 949 110 552 44170 98 000 30 000 3 650 4 300 56 824 92 2 898 6 213 272 189 219 875 „Jm allgemeinen ist", sagen Verney und Dambmann, „der jüdische Einfluß in Palästina viel bedeutender, als man gewöhnlich annimmt. Er teilt mit dem deutschen Einflüsse das Monopol der Ackerbaukolonieen; aber diejüdischen Kolonieen sind bedeutend zahlreicher als die deutschen/ Mitteilungen. Der Yerein für die Statistik der Juden (E. V.) in München, der dem Verband für die Statistik der Juden in Berlin als Mitglied angehört, versendet seinen Jahresbericht über das 1. Vereinst ahr 1904. Der Verein, der sich bei seiner Gründung der Förderung des Herrn Prof.* v. Mayr in München zu erfreuen hatte, hat sich unter dem Vorsitze von Dr. Arthur Cohen sehr günstig entwickelt. Es sind besondere Gruppen für Bevölkerungsstatistik, BerufsstatMik, Medizin und Anthropologie, Soziale Aktion und Organisation. Historische Statistik und für Bibliographie gebildet worden, von denen jede etwa 10—15 arbeitende Mitglieder zählt Der Verein hat für seine Mitglieder eine Unterweisung in anthropologischen Messungen und unter Leitung dos Herrn Dr. Singer, Sekretär am Statistischen Amte, einen Einführungskurs über die Methode der Statistik veranstaltet. Außerdem sind Vorträge über statistische Themata gehalten und ist mit der Schaffung einer Vereinsbibliothek begonnen worden. Im ganzen hatte der Verein 147 Mitglieder, darunter 82 arbeitende Mitglieder und 5 Vereine. Außerdem hat er eine selbständige Arbeitsgruppe in Nürnberg—Fürth ins Leben gerufen. Die Arbeiten des Vereins erstreckten sich auf eine vergleichende Darstellung der Ergebnisse der Berufszählung von 1882 und 1895 für die Juden in Bayern, auf eine Erhebung über die Lage der osteuropäischen Juden in München mittels besonders entworfener Fragebogen und eigener Zähler sowie auf eine Enquete über die Vei erbung von Krankheiten bei den Juden. Die letzte Arbeit ist noch im Vorbereitungsstadium, die beiden ersten sind dagegen zum größten Teil bereits beendet und sollen demnächst veröffentlicht werden. Der jetzige Vorstand setzt sich aus Dr. Arthur Cohen als I. Vorsitzenden. Dr. Halpern als II. Vorsitzenden, Dr. Strauß und Dr. Epstein als Schriftführern und Herrn Max Krämer als Schatzmeister zusammen. Das Kuratorium bilden die Herren Konsul Baliin, Dr. Blumenstein, Dr. Holländer, JustizratOfner, Dr. Sielmann und Rabb. Dr. Werner. Für die Redaktion verantwortlich: Dr. Arthur Kuppin, Charlottenburg. — Verlag des Burkaus für Statistik der Jaden in Halensee. — Druck von R. Boll, Berlin.

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