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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1905-01-01 · Heft 1 (Januar 1905) · p. Seite 12

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
1 (1905)
Issue
Heft 1 (Januar 1905)
Article
Zahl der Ausländer im Königreich Sachsen
Date
1905-01-01
Page
Seite 12 (sequence 1)
Language
German
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— 12 - Königreich Sachsen Reichs ausländer vorhanden: in der Stadt Dresden „ „ „ Leipzig „ „ „ Chemnitz im übrigen Sachsen Zahl der Ausländer im Königreich Sachsen. Am 1. Dezember 1900 waren überhaupt; darunter Juden 22 710 1244 13 063 3 577 9 821 264 87 581 552 a) in absoluten Zahlen: |j in der j! Landil-Wirtschaft i in der i Industrie in Handel u. Verkehr h offen tl Dienst u. freien Berufen;jl2819295j644S102 20O25S2 749498| 201612! 65180 2526972 103912 im Ganzen 23796951 1120202 139810! 351212! 553217j 198442 1224711 601! 3179! 1747! 3317; 935! 921 | 769! 892 I 910 55 j 29! 25 i 37! 43 10 | 50 j 205; 70; 47 0,3 zusamm. i 1000 1000 1000 1000! 1000 c) unt.jelOOO; KäthoTikT 1 539 271 84 106 1000 Sonstigen i Christen! 669 180 58 93 1000 Israeliten 1L4 287 437 162 i 1000 Angehör. anderer Konf. 68 360 197 325 j 1000 8844 Katholik. Sonstige Christen Israeliten Ad gehör, "anderer ■ Konf._____■__ zusamm. |ji3709204;7004105!260475Gj2832643]26l5070S b) unter je 1000 Berufsangohörigen ders. Berufsklasse: Katholik. Sonstige Christen Israeliten Angehör. t anderer 'Konf. i 0 i 0,4 Am stärksten sind hiernach die Juden in Kandel und Verkehr vertreten, wo sie 20,5 % alier in dieser Berufsklasse berufstätigen Personen ausmachen; am schwächsten in der Landwirtschaft, wo ihr Anteil nur 1 % a^er darin berufstätigen Personen beträgt. Berechnet man, wie sich 100 Juden und 100 Christen auf die einzelnen Berufsgruppen verteilen, so sind unter den Juden die im Handel und Vorkehr tätigen Personen etwa 5 mal häufiger, die Handwerker dagegen etwa 5 mal seltener als unter den Katholiken vertreten. zus. im Königr. Sachsen: 133 i75 5 637 (Statist. Jahrbuch für das Königreich Sachsen für das Jahr 1904. Dresden 1903.) " f: Berufsstatistik in Oester= Oesterreich jj reich auf Qrund der Volks= — - Zählung vom 1./12. 1900. Die amtliche „Oesterreichische Statistik" Bd. LXVI 1. Heft S. CLXII ff. (Wien 1904) bringt sehr interessante Zahlen über die Beteiligung von Juden und Christen an den einzelnen Berufen in Oesterreich. "Wir werden auf die Ergebnisse in einer der nächsten Nummern noch ausführlich eingehen und geben vorläufig nur ein paar Zahien über den Anteil an den grossen Berufsklassen. Es wurden gezählt (einschl. berufsloser Angehöriger der Berufstätigen): p Mischehen in Budapest. Im Budapest jahre 1903 sind in Budapest 1! - (Monatsschrift des Budapester kommunal statistischen Bureaus 32. Jahrg. No. 371. Budapest 1904.) 1209 Ehen zw?isch. jüdischem Mann u. jüdischer Frau, III „ „ jüdischem Mann u. christlicher Frau, 103 „ „ christlichem Mann u. jüdischer Frau geschlossen worden. Die Mischehen machten hiernach 17,7% der rein jüdischen Ehen aus. Der Prozentsatz der Mischehen ist im Wachsen begriffen. Es heirateten nämlich einen nichtjüdischen Gatten: im Durchirn Durchschnitt der Jahre 1896/1900 von je 100 heiratenden jüdischen Männern von je 100 heiratenden jüdischen Frauen Eine Uehcreinkunft inbezug auf die Konfession der zu erwartenden Kinder aus den Mischehen ist im Jahre 1903 in 38 Fällen geschlossen worden und zwar 15 Mal bei den Ehen zwischen jüdischem Manne und christlicher Frau, 23 Mal bei den Ehen zwischen christlichem Manne und jüdischer Frau. Bei den erstgenannten 15 Ehen sollen die Kinder in 11 Fällen der christlichen, in 4 Fällen der jüdischen Religion, bei den letztgenannten 23 Ehen in 22 Fällen der christlichen und in 1 Falle der jüdischen Religion zufallen. 6.71 7,22 schnitt der Jahre 1901/1902 6,98 im Jahre 1903 8,41 7,85 Halle n. i Die Juden in Italien nach der Volkszählung von 191/1. ------------=; lieber die Verhältnisse der Juden in Italien waren wir bisher statistisch nur ganz ungenügend unterrichtet Die Umfrage, welche im Jahre 1882 über die Zahl, die Geburten und Todesfälle der Juden bei Rabbinern und Gemeindevorstehern veranstaltet wurde, hatte nur sehr dürftige Daten ergeben, die s. Zt. in den Annali di Statistica Serie III Vol. 9 unter dem Titel Censimento degli Israeliti essistenti nel Regno alla fine dell' anno 1881 veröffentlicht sind. Nun ist durch die Volkszählung von 1901, deren Ergebnisse in 4 Bänden (Censimento della Popolazione del Regno d'Italia al 10. Febbraio 1901. Bd.IRoml902, Bd. II Rom 1903, Bd. III und IV Rom 1904) vorliegen, sowie durch eine sehr gute Monographie von E. Raseri: LaPopolazione Israelitica in Italia (Atti della Societa Romana di Antropologia (Vol. X, S. 82—93, Rom 1901) auf die Verhältnisse der Juden in Italien helles Licht gefallen. Wir geben die Hauptergebnisse auf Grund der obigen Quellen im Folgenden wieder.

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