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Der jüdische Wille · 1934-11-01 · Heft 5 (November 1934) · page 52

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Journal
Der jüdische Wille
Volume
2 (1934)
Issue
Heft 5 (November 1934)
Date
1934-11-01
Page
– (sequence 52)
Language
German
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Budlbesprccfiung Dr. M. Goldmann, HebräisA In dem letztem Jahre sind eine ganze Reihe von hebräischen Lehrbüchern auf den Büchermarkt geworfen worden. Viele von ihnen weisen den Nachteil auf, daß sie aus Konjunkturgründen viel zu rasch verfaßt, daher oberflächlich sind und große Lücken haben. Eine grundlegende Ausnahme hiervon bildet das jetzt in fünf Heften vollständig vorliegende Lehrbuch „Hebräisch" von Bbr. Dr. Goldmann. Diesem Buch ist sofort anzusehen, daß es das Ergebnis einer jahrelangen systematischen Arbeit ist. Es weist eine wunderbare Geschlossenheit auf in allen Gebieten, die es dem Lernenden vermitteln will. Zunächst die Grammatik: Jeder Anfänger hat einen Horror vor dem hebräischen Verbum, den sieben Binjanim und den gär so verschiedenen Unregelmäßigkeiten. Goldmann führt da methodisch etwas Neues ein. Er gibt bei jedem Zeitwort das Awar und das Atid zugleich an und führt dazu an; „Wird diese Methode von dem Lernenden befolgt, so bietet sie ihm den Vorteil, daß er ohne erst die ganze Lehre vom Verbum durchgenommen zu haben, bereits in der Lage ist, jedes gelernte Verbum sofort richtig zu konjugieren. Je größer die durchgenommene Zahl der Verben ist, umso leichter fällt die Durchnahme des später kommenden theoretischen Teils." Diese und andere im Lehrbuch eingeschlagenen Methoden nehmen dem Schüler jede Angst und machen ihm Mut für die weitere Arbeit. Außer der gründlichen Behandlung des Verbums ist noch als besonders anerkennend die systematische Zusammfassung der hebräischen Lautlehre und die Einführung in die Syntax zu erwähnen, die gerade für Schüler, die von der deutschen Sprache herkommen, sehr aufschlußreich ist. Ein anderer Vorteil des Buches ist die außerordentlich lebendige Darstellung. Es gibt hier überhaupt keine langweiligen Lesestücke. Man findet viele humorvolle Erzählungen neben Fabeln, gesellschaftichen Unterhatungen und Texten, die in die jüdische Volkskunde, jüdische Geschichte, Tenach, Mischna und in die Fragen, des neuen Jischuw einführen. Dazwischen sind Uebersetzungsübungen sehr geschickt angeordnet. Der gute Druck und die Umschrift der hebräischen Texte in lateinischen Buchstaben machen dieses Buch auch zum Selbstunterricht sehr gut geeignet. Da es von den modernen Lehrbüchern wirklich das einzige wertvolle und praktische zugleich ist, habe ich es für die Anfängerkurse der hebräischen Sprachschule in München eineführt. Bemerkenswert ist noch, daß für Bbr.Bbr. an Orten, wo es keinen normalen hebräischen Unterricht gibt, die Möglichkeit besteht, an Fernkursen teilzunehmen ,die vom gleichen Verlag abgehalten werden. Dadurch stehen die betreffenden Bbr. Bbr. in ihrem Selbstunterricht ständig unter Kontrolle und werden davor bewahrt sich Falsches anzueignen. N, Melber, München, ^t)ie ^e&urf iftrer ^ocfcfer ^annad geigen an <&urf ^ucfrler wt6 ^xaix @er6a ge&. ^eftmemn ^erlin-^&alensee, 4* ^jCooemßter' 1934 ^efcforsfcaße 12 174

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