Der jüdische Wille
- Journal
- Der jüdische Wille
- Volume
- 1 (1933)
- Issue
- Heft 1 (September 1933)
- Date
- 1933-09-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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keineswegs mehr um solche akademischen Charakters, Die Bundesbrtider waren auch nur noch zum ganz verschwindenden Prozentteil Studenten Vielmehr war seit geraumer Zeit schon der Hauptzweck der K.J.V.-Arbedt allgemeine zionistische Arbeit in der zionistischen Organisation, und die Erziehung und Ueberführung unserer Bundesbrüder zur Hachscharah, Unverändert bestehen geblieben sind nach wie vor sämtliche anderen Organisationen, Bezirksverbände« Altherrenbünde und insbesondere das Präsidium, Das Präsidium, dessen Arbeiten sich sehr gesteigert haben, hat aber eine Reihe seiner aktivsten Kräfte verloren. Die Bundesbrüder Paul Hirsch, Heinz Gerling, Franz Brüll, Gerhard Liebes, Hermann Jacobi haben infolge ihrer Uebersiedlung nach Palästina ihre Tätigkeit im Präsidium niedergelegt. Wir wissen, daß diese Bundesbrüder weiter in unserem Geiste und auch ganz real für uns in Palästina arbeiten werden, Der Dank, den wir ihnen hier für ihre geleistete Arbeit aussprechen, ist daher kein Abschied, Die Leitung des Präsidiums hat Bbr. Heinz Levinsohn übernommen; neu ins Präsidium sind die Bundesbrüder Walter Tempel und Leo Maisei als Sekretär eingetreten. Für die Altherrenschaft geht unser Bestreben dahin, sie intensiver als früher in die zionistische Organisationsarbeit einzugliedern. Es fehlen z, Zt. an allen Stellen Kräfte, welche zionistisch arbeiten können und jeder wind doppelt und dreifach gebraucht, Das dem Präsidium angeschlossene Ressort für zionistische Arbeitsvermittlung kann natürlich nur in einigen Fällen eingreifen, bemüht sich aber, die erforderlichen Menschen zur Teilnahme an der zionistischen Organisationsarbeit zu bestimmen. Wir unterstützen die Altherrenschaft ferner in allen Palästinaprojekten, wenngleich naturgemäß von Deutschland her die Ausarbeitung eines ins einzelne gehenden Planes nicht möglich ist. Die Zahl der jüngeren Bundesbrüder, die noch in Deutschland leben, hat sich in der letzten Zeit in immer zunehmenden Maße verringert. Ein ganz erheblicher Teil ist nach Palästina gegangen, der allerdings zahlenmäßg noch nicht erfaßt werden kann, Etwa 50—60% der jüngeren Bundesbrüder befinden sich innerhalb und außerhalb Deutschlands auf Hachscharah. Nur ganz vereinzelt studieren Bundesbrüder im Auslande oder im Inlande weiter, im allgemeinen nur, wenn sie kurz vor dem Abschlußexamen stehen. Kreise von jüngeren Bundesbrüdern, welche zusammen zionistisch arbeiten, bestehen z. Zt. in Berlin, Breslau, Frankfurt a, M, und Köln. Infolge der Auflösung der Verbindungen fällt naturgemäß die eigentliche Verbindungsarbeit fort. In Berlin sind die Kreise der Bundesbrüder in mehreren Junggruppen der Berliner Zionistischen Vereinigung aufgegangen. Dort haben sich die jüngeren Bundesbrüder der zionistischen Erziehungsarbeit Jugendlicher zur Verfügung gestellt. Die Junggruppen bilden besondere, den Bezirksgruppen angeschlossene Kreise, In einer Reihe von Junggruppen bilden unsere Bundesbrüder den Kern dieser Kreise, Sie haben dort die Verantwortung für die neugeworbenen jungen Zionisten und müssen deren zionistische Erziehung durchführen. Diese Erziehung muß der heutigen Situation entsprechend, möglichst schnell vor sich gehen. Es soll nach Möglichkeit versucht werden, diese Menschen zur Hachscharah, und falls sie geeignet sind, auch zu unseren Hachscharahzentren zu führen. Dort soll die weitere zionistische Erziehung, insbesondere auch die weitere Hebraisierung dieser Menschen vor sich gehen. Aehnliche Arbeit wird auch in den vorher genannten Orten von unseren Bundesbrüdern geleistet. Nachstehende Zeilen geben einen ungefähren Ueberblick über den Stand der K.J.V.-Hachscharah: 4