Der Anfang
- Journal
- Der Anfang
- Volume
- 2. Jahr (1914)
- Issue
- Heft 2-3 (Juni 1914)
- Date
- 1914-06-01
- Page
- Seite 42 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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gehen wider die Berufung zum Trägertum, Vergehen wider die. Idee und das Pathos in ihr. Dieser sollten wir so Erfüllte sein und Geheiligte, und so Auf-Ei nem-Felsen-Zusammengeschweißte, daß keiner — der den Glauben habe und sein Erleben — nicht auch zum Schwert greifen müßte, von ihm zu zeugen. Schämt Euch der verrosteten Sätte Eurer phäakischen Insel!» „Vielleicht, daß ich belastet bin mit Innerlichkeiten <und Verträumtheiten. Und daß mein Hunger und meine Sprache schon hinauflangt in anderen Kreisen anderer Gestirne. Aber dies die Antwort. Zum Phäakentum: Wir — ganz gleich, wo welche sich und wann so zu einander finden zu dem Du-und- Du, zum Wir — wir, die wir die Namenlosen sind, die Nicht- Veretikettierten, noch nicht Verschlungnen und Ausgelaugten von jenem Moloch «Organisation», ja und schreiend ja, wir tragen in der Gemeinschaft das aristokratische Prinzip. Dummdreisten Demokraten und feisten Gleichmacherseelen sei dies genug zur Empörung und Verdammung. Nicht an der Masse kann das Adlige sich selbst begreifen. Denn das ist's: Unsre Abwehr vor der Gemeinmachung, unsre Flucht vor der sozialen Verpflichtung ist nicht Snobismus; unser exklusives Sein ist nicht Selbstsattheit und billige Genüge an der Bindung, am Rausch der Innerlichkeiten und des gleichgestimmten Rhythmus. Gewiß, Schattenbilder sind wir der Politik, und der Bewegung Tote — aber was macht Ihr so viel Staub auf allen Straßen und Volksversammlungen und schreit von der Bewegung? Meint Ihr, daß hier sich das Erleben zu neuem Aufschwung sammle — oder ist nicht die Gemeinschaft die Schale und Schöne, der der Zeitgeist sich gibt, — ist nicht die Gemeinde die Schar, der das Suchen der Sehnsucht Werk wird und Sang, — wird nicht bei den Glaubenstrunkenen endlich das Wort sein, danach all unser Stammeln giert? Also: Wir gehen auf im Kreis und gehen so, — Euch Pflichtvergessene und Nicht-Kämpfer — in die Wüste. Weil wir nur in Einsamkeiten den Tempel bauen und Uns heiligen können zur Vollendung. Uns zuerst und unser Mensch-Sein, auf daß wir blankes Schwert sind dem Geiste. Nicht um unsrer Glück und Glückseligkeiten und Ich-Kleinheiten, sondern um des Tempels willen wurden wir Fahnenflüchtige dem Trägertum und der Prediger-Berufung. Untreue scheinen wir aus dem Suchen und i*>