Der Anfang
- Journal
- Der Anfang
- Volume
- 1. Jahr (1913-1914)
- Issue
- Heft 2 (Juni 1913)
- Date
- 1913-06-01
- Page
- Seite 62 (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Programm der Zeitschrift „Die Aktion" teilen. Wir stehen, wie schon gesagt, überhaupt nicht im Dienste einer „Richtung", sind aber der Aktion dankbar, daß sie aus Interesse für die Sache die technische Organisation übernommen hat und so dem „Anfang" damit die wichtigste Hilfe leistet Aus Schülerkreisen hören wir, daß man eine Einschränkung der Kritik an der Schule wünsche, und zwar mit der Begründung: „das wissen wir doch schon selbst." Gerade deshalb, weil es sich hier um Dinge handelt, von denen die Schüler ein authentisches Wissen besitzen wie kein Anderer, müssen sie diese Dinge unermüdlich vorbringen. Der Schüler kennt sie, das Publikum sagt: diese Beschwerden treffen nur Ausnahmen. Gerade dadurch, daß von allen Seiten immer wieder gegen diese Mißstände Sturm gelaufen wird, muß die Öffentlichkeit davon überzeugt werden, daß es sich leider nicht um seltene Ausnahmen handelt. Es würde kurzsichtig Und engherzig sein, von diesen Dingen in unserer Zeitschrift nichts mehr lesen zu wollen, bloß weil sie ihnen aus eigener Erfahrung zum Halse heraus hängen. Noch ist die Schülerschaft für den Kampf um ihr geistiges Recht zu undiszipliniert, noch denkt ein jeder viel zu sehr nur an seine kleine Unterhaltung. Unsere Zeitschrift will ihr die Möglichkeit geben, ein großes Kulturleiden — ihr Leiden — in die Oeffentlichkeit zu tragen und so an der Heilung mitzuarbeiten. Möge es niemandem in den Sinn kommen, diese große Möglichkeit um das Linsengericht eines amüsanten Feuilletons zu verkaufen. Der Kampf gegen geistige Knechtung, gegen Heuchelei und Lüge, gegen Barbarei und Dummheit in der Schule, ist Pflicht und Ehrensache, und er ist kein Kampf gegen die Schule, sondern f ür die Schule. Nämlich ein Kampf um eine neue, getragen von dem Glattben an neue edle Möglichkeiten. Die Redaktion. Redaktionelles Für alle Zuschriften und Beiträge ist absolute Diskretion selbstverständlich. Wir bitten um Altersangabe. In Deutschland sind alle Einsendungen zu adressieren an: Georges Barbizon, Nl^dor-ichöriharj^rrn-B^rtin, Tre*Mr?m+t r>.