Der Anfang
- Journal
- Der Anfang
- Volume
- 1. Jahr (1913-1914)
- Issue
- Heft 1 (Mai 1913)
- Date
- 1913-05-01
- Page
- Seite 28 (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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Zu 3: Einrichtung von Sprech- und Lesesälen für Mittelschüler; tätige Förderung des Sportlebens; tätige Unterstützung der „Zeitschrift der Jugend: der Anfang44. Diese Auffassung der Schulreform im Sinne einer neuen Jugendkultur stammt im wesentlichen von Dr. Gustav Wyneken, der sie in Theorie und Praxis in der Freien Schulgemeinde Wickersdorf verwirklicht hat. Die innere Organisation des A. C. S. ist wesentlich so gestaltet: Die durchzuführenden Arbeiten werden in gemeinsamen Besprechungen beschlossen und je einem C. M. wird die Durchführung je einer Arbeit übertragen. Es hat diese Arbeit bei völliger Freiheit der Mittel und unter eigener Verantwortung in einer bestimmen Zeit im Sinne des A. C. S. durchzuführen. Der gegenwärtige Arbeitsleiter ist Siegfried Bernfeld, Wien, XIII, Suppegasse 10. Ein Spree hsaal für M i 11 e 1 s c h ü I e r. Im Auftrage des A. C. S. hat ein Wiener Comitemitglied den „Sprechsaal Wiener Mittelschüler44 eingerichtet, dessen Leitgedanke der folgende ist: „Der S. W. M. ist gedacht als Zentrum der freien geistigen Betätigung der Wiener Mittelschülerschaft. Er ermöglicht es jedem, über den engen Kreis seiner zufälligen Bekannten und Klassenkollegen hinaus mit Gleichaltrigen und Gleichgerichteten sich über alles auszusprechen. Er ermöglicht es jedem, im freien Verkehr mit jüngeren und älteren Kollegen und mit Studenten neue geistige Anregungen zu geben und zu empfangen. Dieser persönliche und geistige Verkehr ist im S. W. M. so geregelt, daß in den Zusammenkünften (vorläufig wöchentlich Samstag von 6 bis 8 Uhr abends) zuerst ein freier Vortrag über ein Thema von allgemeinerem Interesse von einem Mittelschüler oder einer Schülerin gehalten wird und sich daran eine Diskussion anschließt; zuletzt werden Fragen, die Administration des Sprechsaales betreffend — je nachdem sie notwendig sind oder angeregt werden — beantwortet und besprochen.44 Bis jetzt wurden folgende Vorträge gehalten: Jugendkultur. Energie und Ethik. Die moderne Lyrik. Die Esperantobewegung. 28