Mannheim
Compact Memory

Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1847-01-01 · 6 Jahrgang = Jahr (1848) 5608 (1847) · p. Seite 235

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
6 Jahrgang = Jahr (1848) 5608 (1847)
Date
1847-01-01
Page
Seite 235 (sequence 283)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2609281-3184086--1773-3185885
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Alexandriens Vorzeit. 235 heiter, als daß er nicht frohe Botschaft hätte; denn kürzlich erst reich geworden, ist er noch fromm — Da ist er schon." „Friede Gottes mit dir, frommer Masso lim." „„DerSegen des Ewigen über dich. Sei auch du gegrüßt, Jüngling aus dem heiligen Lande."" „Vater, weißt du was vom Bedrängniß der heiligen Stadt?" „„Wie könnte ich dein vergessen Jerusalem, sagt die Schrift"""). „Und was hältst du vom Ereigniß mit Philopator?" „„Das Maß seiner Sünden ist voll, und der Stolz der Uebermacht ist gebrochen. Die Zedern aufLibanon freuen sich, daß der Fätler über sie nicht kommt."" „Wie? Ist das Gewitter schon beschworen?" „„Wehe dem Lande mit schillernden Fittigen *!>) dem Lande diesseits des Meeres. Man hat geschickt die Schiffe, die da ankamen am heutigen Tage, und die Boten haben die Macht des Herrn verkündigt, der da hat'gebeugt die Stolzen, und gedemüthiget die Frevler, daß ein Bangen sie ergriffen, und ein Zittern wie eine Gebärende, Angst und Schrecken fiel über sie, und sie schmolzen hin vor der Herrlichkeit des Alleinigen."" „Was ist denn geschehen?" „„Was soll geschehen sein! Mein Großvater, der da ist eingethan zu seinen Vätern, hat ihnen doch gezeigt, wie groß der Herr ist, und sie wollen es doch nicht erkennen. Du wirst doch wohl dem Jüngling schon erzählt haben von meines Vaters Vater, der da hat seinen Pfeil in die Leber des geschwingten Lügenpropheten gesendet."" „Ja ja, frommer Vater, er weiß es schon. Wie könnte er auch das Nichtwissen, sprach Atta los ungeduldig. Aber Philopator — „Was ist das Wichtiges? Wo ist der Scheidebrief, den ich meinen Kindern geschrieben, spricht der Herr 50), Zürnt er denn auf ewig? Sie haben gesündiget die untreuen Kinder und haben sich wollen einen Kampfplatz errichten. Was ist dir Juda, daß du steigest auf die Dächer? die Stadt erbraust vom wilden Getümmel? Die Mauern jauchzen, die im Kampfe auf dem Amphitheater Gefallenen, sind nicht im Kriege gefallen; darum kommt der Tag der Verwüstung über das Thal des Schauplatzes. So sage ich mit dem Propheten. 5i) Darum schickte der Herr delsPhilopater, um sie zu mahnen an ihre Psiicht, daß sie werden wie unsere Väter. Aber der Herr hat auch die Zähne der Feinde stumpf gemacht. Ja mein Großvater war nur ein Schütze, aber was war er unterrichtet im Gesetze» Ach die alten Zeiten kehren nimmer. Ich muß jetzt geben, wohin der Herr mich sendet. Sein Friede mit Euch."" Was so ein Mann mit Bibelversen uns quälen kann, und dann vergißt man den Anfang vor dem Ende, und versteht das Ende ohne den Anfang nicht. Doch auf jeden Fall ist die Gefahr vorüber, und du

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.