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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1847-01-01 · 6 Jahrgang = Jahr (1848) 5608 (1847) · p. Seite 134

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
6 Jahrgang = Jahr (1848) 5608 (1847)
Date
1847-01-01
Page
Seite 134 (sequence 183)
Language
German
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132 Israel Honig des Jahres 1784, wo schon der ganze Geschästsnutzen dem Aerar allein zufiel. Wir unterdrücken hier den Kommentar zu einem solchen Verfahren, Joseph selbst hatte ihn dazu geschrieben. Kurze Zeit darauf ernannte er den so unermüdlichen Vollstrecker seines Wunsches zum niederösterreichischen Regierungsrathe und Tabak-und Siegelgefällendirektor mit einem jährlichen Gebalte von 4000 fl. In der der Direktion ertheilten Instruktion wurde ihm und den noch übrigen 3 Direktoren: Hofrath von Schosulan. Regierungsrath S i m i t sch und Regierungsrath Moses Honig einem jeden 5 Procente vom Gewinn zugesichen, welchen das Gefall über das auf 2,700,000 fl. festgesetzte pretium fisci beziehen würde. Diese Tentieme währte bis zu Ende 1791, worauf sie von Leopold II. mit der Einwendung ausgehoben wurde, der Staat halte es sich bevor Lie Direktion, auf eine andere Art zu belohnen. Seit jener Zeit bezog der Negierungsrath Honig nebst seinem Gehalte noch die Entschädigungssumme von jährlichen 500 Dukaten — dem Aerar aber warf das durch seine Industrie und Umsicht zum Flor gebrachte Gefälle bereits einen reinen Ertrag von fünf Millionen Gulden ab!- Im Jahre 1784 ward das k. k. Bankal und Mauthgefälle mit dem Tabakgefälle vereinigt, und Joseph ernannte auch ihn wieder zum Direktor der drei großen Staats-Monopole. Damals erhielt Honig und sein College der Hofrath von Schosulan den Auftrag, die Gränzen Böhmens und Mährens zu bereisen. Der nämliche Eifer, der ihn bis dahin im Dienste des großen Kaiserhauses geleitet hatte, beseelte ihn auch auf dieser Inspektionsreise, und mit einer Masse der richtigsten Ansichten kehrte er in die Residenz zurück, um seinem Monarchen Bericht abzustatten. Für alle diese Schritte, so erfolgreich als tiefeingreifend in das Geävcr des Staates, erwartete ihn ein Lohn, wie er bis dahin in Oesterreichs Landen keinem aus dem flüchtigen Stamme Juda's zu Theil geworden. Aber auch nur Joseph mußte kommen, um ihn zu ertheilen.

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