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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1847-01-01 · 6 Jahrgang = Jahr (1848) 5608 (1847) · p. Seite 27

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
6 Jahrgang = Jahr (1848) 5608 (1847)
Date
1847-01-01
Page
Seite 27 (sequence 80)
Language
German
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IRI
…/2609281-3184086--1570-3185682
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das Jahr 1846. 27 tagsdeputirten vernehmen, so lange die Bedingung gestellt sei, daß die jüdischen Stadtverordneten zu dieser Wahl nicht stimmfähig seien. Unter diesen Städten zeichnet sich auch besonders Magdeburg aus, welches nicht allein in diesem Jahre einen Stadtrath mosaischen Bekenntnisses wählte, sondern auch das größte städtische Stift, das nur evangelischen Christen frei stand, ausdrücklich auch den Juden eröffnete. Als der Schreiber dieses öffentliche Vorlesungen über das Judenthum hielt, überstieg die Zahl der christlichen Zuhörer noch die der jüdischen. Als Zeichen des regen innern Lebens der preußischen Israeliten mögen wir hier die Bildung eines Comites für jüdische Ackerbaucolonien im Großherzogthum, welches sehrbedeutende Fortschritte nimmt, so wie von regelmäßigen jüdischen Lehrersammlungen in mehreren Provinzen hervorheben. Das verflossene Jahr fügte zu den deutschen Ständekammern, welche sich aufs kräftigste für die bürgerliche Gleichstellung ausgesprochen, noch eine hinzu; und wie 1845 durch die würtembergische, so zeichnete sich 1846 durch die badische Kammer herrlich aus. Es waren an die zweite badische Kammer mehrere Petitionen um Gleichstellung Im Schuljahre 1845 6 in 7 Abtheitungen unterrichtet und geprüft 583 Kinder. Im Jahre 1846/7 im ersten Semester stieg die Zahl der Kinder auf 738, die in 4 Knaben - und 4 Mädchen-Abtheilungen unterrichtet werden mußten. Der Unterricht geleitet durch den als Schulmann, ausgezeichneten Direktor, und strebsame Lehrer hat seine glänzenden Blüten bei den öffentlichen Prüfungen auf eine überraschende Weise entfaltet, und haben bereits Zöglinge dieser Schule höhere Lehranstalten mit guten Erfolge betreten. Auch ist der Religionsunterricht für Gymnasial- und Realschüler, nach dem vom Hrn. K o hn vorgeschricbenen Lehrplane, demselben überlassen. Erbebend war es beim Beginn dieses Schuljahres756 Kinder vom Schulin s Bethaus wandern zu sehen,, um sich da mit guten Vorsätzen für das neue Schuljahr zu stärken. Soll eine bessere Sittigung die Masse durchdringen, sollen im Juden die höhern Gefühle der Selbstveredlung und ebenbürtigen allgemeinen Verwendbarkeit hier zu Lande geweckt werden, so müssen die Schulen vermehrt, und der bisherige, einen guten Theil 2 *

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