Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 5 Jahrgang = Jahr (1847) 5607 (1846)
- Date
- 1846-01-01
- Page
- Seite 190 (sequence 215)
- Language
- German
- Belongs to
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190 Kräftige Arznei heiligen Namen, daß du mir armen, unglücklichen, verschämten Menschen geholfen hast, und mich beschirmest vor falschen, unterschiedlich bösen, verleumderischen Leuten! Durch deine große Barmherzigkeit lässest du mich nicht fallen in die Hand meiner Feinde, denn ich war das Meiste von meinen Jahren durch Almosen erzogen worden. Armuth, Dürftigkeit und Mangel an Allem hat mich umringt; Gott aber, der gut ist und gütig gegen Alle, hat mir den Gedanken eingegeben, die Feder zur Hand zu nehmen, und ich sprach zu meinem Herzen: Was bist du so träg und schläfrig? Mache dich auf, rufe deinen Gott an, er wird dein Vorhaben gelingen lassen; ein großer Schatz ruht in deiner Hand, wodurch du deine Seele erhalten kannst, und wenn du's gleich mit eigener Hand erreichen mußt, Gott wird dich dabei unterstützen. Da gedacht' ich, Herr der Welt, deiner Barmherzigkeit, wie du allezeit geholfen hast denen, die dich mit Ernst anrufen, und die auf deinen heiligen Namen hoffen, lässest du nicht fallen, und hilfst ihnen von ihren Feinden. In meinen Leiden that ich beten: ״Herr der Welt, verlaß mich nicht zu sehr, laß die Feinde nicht Gewalt haben über mlch, hilf mir doch aus meiner Noch!" Solche?תפלה und בקשות Hab' ich aus תחלים viel ausgeschrieben, und ist mir gar wohl bekommen. Nun, bis auf diese Zeit hat mir השם יתברך mit viel Gnade geholfen; darum lobe und preise ich deinen Namen, und danke dir, du allmächtiger Gott, daß du mein Gebet erhört hast, und hast mich gerettet von meinen Gegnern; darum will ich danken deinem heiligen Namen, so lange meine Augen offen stehen, und will allen Menschen deine Gnade wissen lassen, daß dadurch dein göttlicher Name gepriesen werde unter allen Menschen; denn in meiner Jugend habe ich Almosen und Billeten nehmen müssen, und nach meiner Hochzeit ist mir's gar übel gegangen, mit allen Unfällen und Leiden war ich behaftet, keinen Freund Ln der ganzen Welt, aber Feinde genug! Ich suchte Hülfe hin und wieder, aber ich fand keine, ich suchte Trost in der lieblichen Thora, welche ich nicht verstanden habe; weil ich aber gar wenig im לשון תקורש konnte, so kaufte ich mir deutsche Bücher gegen die hebräischen, und suchte