Mannheim
Compact Memory

Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1846-01-01 · 5 Jahrgang = Jahr (1847) 5607 (1846) · p. Seite 69

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
5 Jahrgang = Jahr (1847) 5607 (1846)
Date
1846-01-01
Page
Seite 69 (sequence 98)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2609281-3184084--1206-3185317
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Juden in Ungarn m Tode B e! a s (1270 ) saßen noch ein Menschcnalter hindurch Könige aus dem Stamme Arpad's auf dem ungarischen'Throne S t ePh a n V. {12 70 - - 1272), Ladisl a u s IV. hl2 72 — 1290), Andreas Hl (1290 . 1301). Mit Letzterem starb die Arpad'sche Dvnastie aus, unter deren dreihnndertjäbriger Regierung (1000 — 1301) Ungarns israelirische Bewohner weder im Ganzen, noch im Einzelnen eine Verfolgung oder Bedrückung erdulden batten. Vielmehr durften sie sich vorerst sehr schätzbarer Heimatbsrechre, und später — seit B e l a l> --- nicht tulgünftiger Befugnisse erfreuen. Auch während der Negienmgszeit der ersten Wahlkönige des Knaben Wen (es! aus von Böhmen (!301 —- 1303), Otto's von Baiern (1303 — 1308) und Karl R o b er t's H1308 -— 1342) blieben die Juden ungestört in dem Genüsse ihrer verbrieften Freiheiten, und ne schwangen sich an manchen Orten zu bedeutendenl Wohlstände empor. So war in denn ersten Negierungsjahre Ludwig!., welcher von 1342 bis 1382 auf dem Throne saß, den Preßburger Juden, die damals aus städtischem Boden wohnten, das Nachhalls, das Benesicialhaus und die ftorpons-Christikapelle verpfändet?) Für den Genuß der Sicherheit ihrer Person und ihres Vermögens, so wie für die Ausübung ihrer Privilegien batten die Juden Ungarns wohl seit den Zeiten Bela's dem König eine Steuer gezahlt s). König Ludwigs Befehl zu Folge mußten sie jedoch in Prefiburg außer der königlichen Steuer auch an den Stadtmagistrat eine Abgabe entrichten s). Ob dieser Befehl mehr ans freundlicher Gesinnung gegen die Preßburger Bürgerschaft, oder mehr aus einer unfreundlichen Gesinlmng gegen die dortige Judenschaft hervorgegangen, dürfen wir dahingestellt sein lassen. So viel ist gewiß, daß König Ludwig gegen seine jüdischen Unterthanen nur in so fern wobl- *) Ballu's Beschreibung der kvuigl. Freistadt Prcßbmg S. 265° Vergl. P»Una »lotitia reriun liungaric aruiti Pars II, p. 120. (Ed>- lio 111.) BgllUs he.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.