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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1844-01-01 · 3 Jahrgang = Schaltjahr 5605 (1844) · p. Seite 220

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
3 Jahrgang = Schaltjahr 5605 (1844)
Date
1844-01-01
Page
Seite 220 (sequence 273)
Language
German
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220 7. Es gibt der Tochter, der viel theuren, werthen, Ein mächtiger Herr den Gatten, den Gefährten. Des Gatten Thun, sein Walten und Gebühren Dem Vater pflegt das Kind zu offenbaren, Wo jener zürnt', ein arges Wort gesprochen, Wo hart der Liebe Bündnis; er gebrochen, Und wenn er nun erscheint in dem Palast, Mit ernstem Wort' der Vater ihn erfaßt, Wie er vergangen sich und wie gefehlt, Das Alles dem Betretenen er erzählt; Mit strenger Rede und mit Zornesblicken Er jede Schuld ihm weiß vor's Äug' zu rücken. Der gehet aus dem Saal, verwirrt, erstaunt: „Wer ihm das Alles wohl hat zugeraunt? „Bin ich umlau'rt von Feinden, die — versteckt— „Was sie erspäht — in schnöder List entdeckt?" — Des Königs Diener er dann grollend fragt, Ob sie es sind, die böslich ihn verklagt? Ob sie es sind, die seine Schritt' und Thaten Zn frechem Murh' dem Könige verrathen? — „Du Thor! Sein Kind hat er dir anvermählt „Und du kannst fragen, wer chm das erzählt? Kommt einst der Tag, zum Weltgericht bestimmt,, Da Jeder seinen Spruch von Gott vernimmt, — Sein Schaffen, Thun — in seinem Erdengang, Was er gewirkt, vollbracht, sein Leben lang — Das Alles hört der Mensch aus Gottes Mund, Der längst Vergeß'nes wieder ihm macht kund, Und was entschwunden schon in weite Fern' — Es tritt ihm nahe bei dem Spruch des Herrn.

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