Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 3 Jahrgang = Schaltjahr 5605 (1844)
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 218 (sequence 271)
- Language
- German
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218 3. Im Menschen weilt der Sünde Trieb beständig — Ein Eisen, hart, unbeugsam und unbändig. Doch legst du in die Feuersgluch das Eisen, Wie wird es weich und fügsam sich erweisen. Du kannst es formen, wie du willst, gestalten, Nach deinem Wunsch und Willen damit schalten. Und deinen Sinn, den harten, unbeugsamen. Auch ihn bezwingst du durch die Gluth der -Flammen. Die Lehre Gottes, die dem Feuer gleicht. Sie ist's vor der des Herzens Härte weicht. Aliol. der. Natan per. XVI. — Z 9 s. Jerem. 23, 29. 4. Sei wie das Rohr so weich und fügsam, Nicht wie die Ceder starr, unbiegsam. Es senkt das Schilf, wenn Winde wehn, Das Haupt, und bleibt am Orte stehen, Doch Cedern, die so hoch sich thürmen, Entwurzelt werden sie von Stürmen. Vaanit. io!. 20 a. Dereeh erez sutt» per. 8. 5. Hast du des Guten noch so viel gethan, Sieh's immer nur als ein Geringes an. Denk' nicht: aus meinen Mitteln ist's gewährt, Du gibst von dem, was dir dein Gott bescheert. Drum statt zu prahlen, dich zu überheben, Mußt Dank und Ehre deinem Gott du geben. Ward dir auch nur ein kleines Glück zu Theil, So freu' dich sein, als war' es großes Heil.