Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 3 Jahrgang = Schaltjahr 5605 (1844)
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 122 (sequence 178)
- Language
- German
- Belongs to
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!22 Nachnian Krochmal. wissensrath zu bekleiden, oder mich mtt Leitung der religiösen Angelegenheiten einer Gemeinde zu befassen; ein solcher Zweck war weder mit der Weise meiner theologischen Forschungen noch mit meinem ganzen Wesen übereinstimmend. Ich bitte Sie demnach ernstlich und inständig, diese meine unbedingte Ablehnung dem Menschen, der sich an Sie gewendet, kundzurhun, und diefi ja schleunig und in den bestimmtesten Ausdrücken." Im Monat Mai nahm Kr o chm als Uebel einen bedenklichen Charakter an; er fühlte sein Ende herannahen. Kurz vor seinem Tode sprach er vor seinen Kindern seinen Willen aus, seine Schriften dem — ihm nie persönlich bekannt gewesenen — Schreiber dieses zuzusenden, damit sie durch ihn geordnet und für den Druck vorbereitet werden. Ergeben verschied er in den Armen seiner Tochter am 31. Juli (1. Ab) des Jahres 1840, in einem Alter von 55 Jahren 51!* Monat. Er hatte einen Geburtstag mit Moses und einen Sterbetag mit Aaron. Kroch mal har vier Kinder hinterlassen: einen Sohn, Joseph, geboren Ende April 1812, jetzt praktischer Arzt im südlichen Rußland (er ist der Verfasser der mehr erwähnten Lebensskizze); eine Tochter,Kunigunde, an den geschätzten Arzt Dr. Horwiß in Tarnopol verheirathet; außerdem einen Sohn und eine Tochter, welch letztere seitdem verstorben ist. Bis auf einige kleinere Aufsätze im Sulamith (1818), in der Zefirä (Zolkiev 1824) und die Mittheilungen in dem vierten und fünften Theil des „Kerem Chemed," hat Krochmal nichts veröffentlicht. Aber sein großartiges hebräisches Werk, das die Ergebnisse dreißigjähriger Forschungen vereinigen sollte, und welches er zunächst den Israeliten als sein Vermächtnis; übergeben, wird, wenn es wie zu hoffen ist, binnen Kurzemerscheint, durch seine nachhaltigeWirkung aufdie Cultur und die Richtungen unserer Glaubensbrüder, das bleibende Denkmal sein, das Krochmal seinem Namen gesetzt hat.