Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 3 Jahrgang = Schaltjahr 5605 (1844)
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 84 (sequence 143)
- Language
- German
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israelitischen Gemeinde zu Wien. 85 Einschreiten und namentlich durch Vindicirung zustehender Rechte hat der Verein bereits Gelegenheit gehabt, seine Nützlichkeit zu bewähren, inib so z. B. im Geiste der Gewerbefreiheit wie einer vernünftigen Toleranz manche beanständigte Aufdingung, so wie den israelitischen Tolerirten und Fabriksinhabern den Fortbestand des Rechts, Lehrlinge ohne Unterschied des Bekenntnisses aufzunehmen, erwirkt. Die i S r a e l i r i s eh e K i n d e r b e w a h r a n st a l t. (Leovoldstadt, DonalistraßeNr.5.) Auch diese Anstalt, wiewohl erst seit verstossenem Mai entstanden, ist bereits aus dem Provisorium getreten, und hat der Gründer derselben unterm 9. Februar d. I. ein Decret Seitens des Centralvereins für Kinderbewahranstalten erhalten, worin es im Wesentlichen heißt: „Zn Erledigung Ihres an den Central Verein gestellten Ansuchens wegen Kennmißuahme der von Ihnen in der Leopoldstadt errichteten Kinderbewahranstalt für israelitische Kinder und Besichtigung derselben am 8. Februar d. I. wird erwiedert „Der Central Verein hat Ihrem Wunsche gemäß von der von Ihnen unternommenen Gründung einer Kinderbewahranstalt Ihre Majestät die Kaiserin Mutter im Aufträge des Herrn Fürst Erzbischofes als Präsidenten des Vereins in Kenntniß gesetzt und Höchstdieselbe haben dieß Ihr wohlthätiges Unternehmen mit Wohlgefallen aufzunehmen geruht." „Auch der Central Verein erkennt die Errichtung der gedachten Anstalt als sehr wohlrhätig für die zu bewahrenden Kleinen Ihrer Glaubensgenossen, und wünscht nur, daß Gott diesem Ihrem Unternehmen zum Besten der bewahrten Kinder Segen und Gedeihen geben wolle." Da der erste Jahresbericht über diese Anstalt bereits in Druck erschienen ist, so wird es auch hier genügen darauf hinzuweisen, und nur zu bemerken, daß diese Anstalt als das jüngste, und bisher allein durch die edelsinnige Spende des Freiherrn Salomo n von Rothsehild mir 1(100 fl. 5 % Met. Oblig. fundirte zu einem besonder» Anspruch auf