Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 3 Jahrgang = Schaltjahr 5605 (1844)
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 64 (sequence 125)
- Language
- German
- Belongs to
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- Tunis 1× ep/1048155
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64 Rückblick auf verwalten die Justitz, schlichten Streitigkeiten, wachen über die Reinhaltung der Sitten, rc. „Eine gros;e Tugend der Juden, die auch unter denen in den Barbareskenstaaten gesunden wird , ist ihre Bereitwilligkeit einander hulfreich beizustehen. Als im Jahre 1840 das Getreidesehr theuer geworden war, veranstalteten die jüdischen Handlungshäuser und andere reiche jüdische Familien zu Tunis sogleich eine Kollekte zum Besten ihrer dürftigen Glaubensgenossen, aus deren Ertrag dieselben bis zur nächsten Ernte, d.h. volle drei Monate lang, zu den früheren billigem Preisen mitBrodversorgt wurden. DieKlasse von Dürftigen, die sich in der Annahme dieser Art von Almosen hätte verletzt fühlen können, d. h. verschämte Arme, erhielten insgeheim Unterstützungen an baarem Gelde. In dieser Weise wurden wöchentlich nicht weniger als 700 bis 800 türkische Piaster gespendet."- In Belgien hat das Konsistorium die anerkennenswerthe Neuerung getroffen, jährlich einen Bericht über seine Wirksamkeit zu veröffentlichen. Als Interessant heben wir aus dem Diesjährigen, dem ersten, hervor: „Der geringe Rest, der noch auf den Ankaufspreis unsers Tempels zu zahlen war, wird im nächsten Aprilmonat abgetragen werden. Wir haben bereits ein Subsidium von tausend Franks von der Obrigkeit der Stadt Brussel erhalten,.und em ähnliches Subsidium von gleichem Betrag ist uns von der provinzialen Behörde zugesichert. Wir haben um einen außerordentlichen Beistand von dreitausend Franks bei der königlichen Regierung angehalten, und in einer Audienz, die der nä interim mir dem Justizdepartement beauftragte Minister uns ganz neulich verliehen, hat dieser Staatsbeamte uns seine kräftigste und wirksamste Mitwirkung zugesagr." „Nach langwierigen und beständigen Bemühungen ist es dem Konsistorium endlich gelungen, den Kirchenbeamren der israelitischen Gemeinden zu Antwerpen, Genc, Lüttich und