Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 2. Jahrgang = Jahr 5604 (1843-1844) (1843)
- Date
- 1843-01-01
- Page
- Seite 213 (sequence 203)
- Language
- German
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Ihn traf im Leben oft fo manch Bedrangniß, Sein Daseyn, eine Kette war's von Schmerz; Doch wankt' er nie im Kampf mit dem Verhängnis;, Gefei't die Brust durch heil'gen Klaubens Erz — Mocht' auch vor Weh' fein Herz sich oft verbluten, Sprach lächelnd er: „auch dieses führt zum Gute Und nimmer tauschte ihn sein Gottvertrauen, Stets hatte sich fein Wahlspruch ihm bewahrt. Des Höffens Ziel ließ ihn der Himmel schauen, Und Unheil ward zu lichtem Heil verklärt; Ein Finger Gottes war's, der d'rob gewaltet, Daß jeglich Weh' zur Wonne sich gestaltet. — D'rum ward er auch von seinen Brüdern allen Als Gottgeweih'ter Heiliger verehrt, Und jener Name war ihm zugefallen, Der sich als steter Wahlspruch ihm bewahrt; Und alle liebten ihn, und jeder beugte Sich ehrfurchtsvoll, wo Auch dies nur sich zeigte. Zu seiner Zeit — die Zeit der Geistesblindheit, Des Alterthumes nächtig finst're Zeit — War hart bedrängt sein Volk, das seit der Kindheit, Seit seinem Werden rauh verfolgt, zerstreu't — Des;' einz'ge Schuld, sein Glaube, dem's ergeben, Dem's freudig opfert Blut und Heil und Leben. Bedrängt von einem mächtigen Despoten, Seufzt Juda unter schweren Druckes Last, Wo täglich neue Leiden es bedroh'ten, Da dem Barbarnhauptling es verhaßt; Er kannte keine Milde, kein Verschonen, Für's Opferlamm im Kreise der Nationen.