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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1843-01-01 · 2. Jahrgang = Jahr 5604 (1843-1844) (1843) · p. Seite 198

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
2. Jahrgang = Jahr 5604 (1843-1844) (1843)
Date
1843-01-01
Page
Seite 198 (sequence 190)
Language
German
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19S Proben Ende wird ein nie versiegender Quell des Heiles und des Trostes daraus. Jalkut zu Jesaias 55. 1. Nr. 341. 12. Die Vorsehung und die Gewährung der menschlichen Wünsche. Naba bar bar Chana erzählte: Ein wandernder Krämer sprach zu mir: komm, und ich will dir zeigen, wo Himmel und Erde sich berühren, wo der Himmel im Liebesbunde die Erde küßt. Wir gingen. Auf der Wanderung sahen wir die Fenster, die vom Himmel auf die Erde gehen, und wie der Segen von dort herabströmt. Und ich nahm meinen Brodkorb und hing ihn auf an den Himmeskreis, und stellte mich zum Gebete. Und als ich gebetet, griff ich nach meinem Korb und meinem Sacke — und fand chn nicht. Da sprach ich in meinem Unmuthe: „Ei, so gibt's auch dort Ungebühr und Vorenthaltung!" Und es sprach mein Führer: „Nein, das nicht! Das ist das rollende Weltenrad, das ist in stetem Schwung und Umlaufe, das steht nicht still. Warte bis daß es wiederkehrt, greif ein zur rechten Zeit und Stunde, und du wirst das Deine schon empfangen." *) Baba Batra 74. a. 13. Der Lebensstrom. Wieder erzählte Rabba bar bar Chana: Als ich einst zu *) Der fromme Nabln vertrauet im Gebete, in der Andacht und Herzenserhebung Gott seine Bitten und Wünsche, seine Lebenspläne, und ist des Heiles und Segens gewärtig. Und der Segen —der bleibt ans. In seinem Unmuthe klagt er die Vorsehung an, und erhält die Weisung: „das; der Mensch im Gebete die Gnade Gottes sich versichern könne; aber er müsse der natürlichen Fügung und Ordnung der Dinge Zeit und Raum gewähren." Das rollende Rad der Zeit sei im steten Umschwünge, und stehe nicht still. Der Mensch müsse seine Zeit ab warten, selbstkhätig eingreifen in den Gang der Dinge, und er würde sein Theil schon finden.

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