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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1843-01-01 · 2. Jahrgang = Jahr 5604 (1843-1844) (1843) · p. Seite 126

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
2. Jahrgang = Jahr 5604 (1843-1844) (1843)
Date
1843-01-01
Page
Seite 126 (sequence 122)
Language
German
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126 Mose und Jethro die Berufsarbeiten und Berufspflichten zusammenz udrängen,dasheißtabzukürzen, zu schmälern, denn das süßeste Vergnügen, den höchsten Genuß sollen wir im Berufe selbst finden, der ein Auftrag Gottes an den Menschen, ein tagtäglicher Gottesdienst, wie Mose ihn betrachtet hat. — Und bedenken wir, meine Geliebten! daß ein beträchtlicher Theil des Lebens schon dahin ist, wenn wir bereits in daS Berufsleben getreten sind; bedenken wir ferner, wie viel Zeit von unferm ohnehin so kurzen Leben die nicht abzuweisenden Lebensbedürfnisse verschlingen; bedenken wir endlich, wie oft Krankheit, natürliche Schwäche, Altersschwäche an der Erfüllung unserer Berufspflichten uns verhindern: so werden wir, wenn das Gewissen nicht gar zu sehr abgestumpft ist, die Zeit, die nach diesem bedeutenden Abzug uns bleibt, wahrlich zu vergeuden den Murh nicht haben, sondern es für nicht mehr als recht und billig halten, unferm Berufe ganz zu leben; wohin uns Gott auch gestellt, und wo er uns unfern Wirkungkreis auch angewiesen haben möge, sei es in der unruhigen Welt, oder im stillen Hause, sei es in einem Pallast oder in einer Hütte; sei es auf dem Lehrstuhl oder auf dem Richtstuhl, als Künstler oder Handwerker, als Gelehrter oder Geschäftsmann, als Gatte oder Gattin — der Beruf soll uns das Höchste sein und als solchem wollen wir ihm das ganze Leben widmen. Doch lebe dem Berufe so, daß du ihm lange leben kannst, und das lernen wir von Jethro. „Es ist nicht gut, wie du es machst; du mußt ermüden, du und das Volk, es ist zu viel für dich, es übersteigt deine Kräfte" sagt Jethro zu Mose und ihr kennt den Rath, den er ihm gibt und mit den Worten beschließt: „So du dies thun wirst und Gott es dir gebietet, so wirst du bestehen können und auch dieses ganze Volk wird mit Frieden gelangen an seinen Ort." Wie unserm Leben und der Dauer unsrer Tage: so hat Gott auch unfern Kräften Gränzen gesetzt, meine Brüder! und noch hat Niemand un-

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