Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 2. Jahrgang = Jahr 5604 (1843-1844) (1843)
- Date
- 1843-01-01
- Page
- Seite 68 (sequence 68)
- Language
- German
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»is Kurze Geschichte der israelitischen Männer an dieselbe zu berufen, und war vorzüglich die Wirksamkeit eines Mannes erforderlich, der die gewünschte innere Einrichtung und Verbesserung, nach dem Geiste der Religion und den Bedürfnissen der Zeit, zu treffen, sie zu leiten, und mit dem rechten Lebensgeiste zu beseelen vermochte. Aber auch hierin bewährte es sich, daß Alles , was in wahrhaft guter Absicht unternommen wird, niemals des göttlichen Segens und Beistandes ermangelt. — Im Herbste des Jahres 1823 besuchte ich die Leipziger Messe und traf dort Herrn Mannheim er, der schon im Jahre 1821 unsere Stadt besucht und vor der hiesigen israelitischen Gemeinde gepredigt hatte. Während meiner Anwesenheit in Leipzig fungirte er an dem, für die Dauer der Messe dort, nach dem Muster des neuen Hamburger-Tempels eingerichteten Gottesdienste, von dem ich sehr erbaut wurde. Wiederholt und ernstlich dachte ich an die in unserer Gemeinde einzuführenden Verbesserungen, und es konnte mir nicht entgehen, daß Herr Mannheimer der Mann wäre, welcher die seltenen Eigenschaften besitzt, die zur Ausführung eines solchen Werkes erfordert werden. Es gelang mir, ihn für unsere Gemeinde zu gewinnen; er traf im Jahre 1824 hier ein, und wir sollten also einen Lehrer und Seelenhirten an unserer Anstalt begrüßen, der zu den begabtesten und erleuchtetsten der Zeit gehört. — Eben so glücklich als in der Wahl des Predigers war unsere Gemeinde in der Anstellung des Herrn Sulzer, als Ober-Canror, der, seit dem Bestehen des neuen Bethauses, durch seine ausgezeichneten, von den seltensten Gaben und Mitteln unterstützten Leistungen, in hohem Grade zur Beförderung der Weihe und Andacht in demselben beiträgt. Der Bau des Gemeindehauses wurde während der Jahre 1824 und 1825 der Vollendung nahe gebracht. Den 12. Dezember 1825 (2. Tebeth 5586) wurde, in Gegenwart der Ehefs und anderer Mitglieder der hohen Behörden, unter angemessener Feierlichkeit der Grundstein desselben gelegt, und