Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 2. Jahrgang = Jahr 5604 (1843-1844) (1843)
- Date
- 1843-01-01
- Page
- Seite 66 (sequence 66)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2609281-3184078--0314-3184422- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
66 Kurze Geschichte der israelitischen gen, und wurden daher an die Stelle derselben die Herren: Mar. Edl. v. Hönigsberg, I. L. Hofmann, Wilhelm Edl. v. Wertheim stein, Joseph Lewi, Samuel Lewinger und Salomon Preisach ernannt. Von den damali.qen Repräsentanten sind gegenwärtig nur noch die Herren I. Edl. v. Liebenberg, Simon Edl. v. Lammet, I. L. Edl. v. Hofmannsthal und M. L. Biedermann im Amte. — In dem genannten Jahre wurde ich auch von den Repräsentanten der Gemeinde als Administrator des Gemeindehauses gewählt, und von der hohen Landesregierung (mittelst Decr. vom 14 Juli 1820) bestätigt. Den 4. Februar 1823 wurde mir, unter der strengen Verpflichtung zur gewissenhaften Verwaltung, die Führung der gesummten Gemeinde-Casse übertragen. Während den Jahren 1812 — 1820 erließ die hohe Regierung auch mehrere Verordnungen über die Anstellung von Beamten und Dienern der Gemeinde. Als Beamte wurden nach und nach, außer den im Krankenhause wirkenden Individuen, angestellt: Ein Rabbinats-Stellvertreter, zwei Lehrer nebst einem Gehülfen für die Religionsschule, ein Vorbeter und ein Actuar. — Im Jahre 1821 zählte die Gemeinde 110 hier rolerirte israelitische Familien. Das damalige Betzimmer, welches man in dem Gemeindehause eingerichtet hatte, entsprach zwar seinem Zwecke besser, als das frühere im „weißen Stern," war aber immerhin noch wenig genug geeignet, Andacht und Erbauung zu befördern, und konnte daher unmöglich für die Dauer genügen. Der Raum desselben, obgleich schon im Jahre 1817 erweitert, war bald zu klein für die Anzahl derer, die es besuchten; das Haus, eines der ältesten in Wien, wurde in mehreren Theilen baufällig, und die Straße, in der es sich befand, gehörte zu den vernachläffigtsten der Stadt. Nicht minder war es dringendes Bedürfnis;, dem Gottesdienste selbst und dem Unterrichte der Jugend eine veränderte, den Ansprüchen einer in .so vielen Beziehungen fortgeschrittenen