Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 1 = Jahr 5603 (1842-1843) (1842)
- Date
- 1842-01-01
- Page
- Seite 154 (sequence 204)
- Language
- German
- Belongs to
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154 ».0 schonet mein«! crwiedert sie nüt Thräncn, »Und raubt mir nicht der einzigen Hoffnung Strahl, »Euch muß, wie Gott, der Treue Macht versöhnen, »Wenn ich nicht folge eurer Gattenwahl. »Es kommt der Tag, er wird mein Hoffen krönen, »Er bringt nur meines Traumes Ideal. »Er schwor eS mir, und wird zur Zeit erscheinen, »Um sich mit mir für immer zu vereinen«! »Ach, wie beklag' ich dich, du Treugeimnte! »Sprach d'rauf gebeugt der schwache Greis zu ihr, »Wie Viele irrten schon im Labyrinthe »Der Träume luftgewobenem Revier! »Wer zieht des Wahnes schwache Hiaeinthe »Der Rose vor« •— da pocht es an die Thür — Ein Jüngling naht — Rebekka die ihn schau'te. Eilt auf ihn zu mit frohem Freudenlaute. »Er ist es«! ruft sie jubelnd und in Thranen, Und führt ihn lustberanfcht zürn Varer hin, »Mein Retter ist's! Vergolten ist mein Sehnen, »Und der so heiß Erwartete erschien! »Hältst du mein Hoffen noch für eitles Wahner'.? »Hast du der Treue Starrsinn nun verzieh'n? — »Dies ist der Trante, dem ich rnich verbunden, »Vor Gott, als wir am Brunnen uns gefunden«! Daß seiner Tochter Sehnsnchtsgual zu Ende, Wie freu't sich d'rob der kindisch frohe Greis. Verziehen ward auch des Reuigen Legende, — Grollt je mau in der Liebe JauberkreiS! — »Kommt, sprach der Vater, reichet euch die Hände, »Sie ist nun dein, als ihrer Rettung Preis'. »Und eh' sich noch die Abendschatten senken, »Sepd ihr vereint urid —. preist des Himmels Lenken«