Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 1 = Jahr 5603 (1842-1843) (1842)
- Date
- 1842-01-01
- Page
- Seite 107 (sequence 161)
- Language
- German
- Belongs to
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gehalten von I. N. Mannheimer. 107 den Nath keinen Dank wissen, und Eure Kinder noch weniger -— das thut Nichts! ich gebe ihn Euch umsonst! Sehet Ihr, darin wurzelt das Verderbniß, und wenn sie, die jugendlich Starken so wenig Heil in ihrem Volke schaffen, Nichts als Schwächen und als Härten zeigen, die Euch selber gar oft fühlbar werden; wenn wir darüber zu klagen haben, daß Ln der aufblühenden Jugend die Blüthe des Lebens schon ist abgeblüht, bevor sie noch der Welt zum Heil und Segen sich hat aufgeschlossen; — so liegt das darin, daß Ihr die schöpferische Kraft in den jugendlichen Menschen, die Gott in Jeden von uns hat hineingelegt, bevor sie noch geweckt war und im Aufgehen, erstickt habt und daniedergehalten. Eure Kinder haben eine größere und umfassendere Welt - und Lebensbildung als sonst wo und anderswo in Israel. Warum soll ich Euch das Lob vorenthalten, das Euch gebührt? Sie schaffen aber aus innerer Lebenskraft und Fülle weniger als sonst und anderswo. Eine Gemeinde wie die Eure, müßte ihre Männer stellen, deren Namen durch die Welt geht! Der Gefeierten, der Erleuchteten und Gepriesenen in Israel, deren Name durch die Welt gehe, ist noch Keiner unter Euch aufgestanden. Das kommt daher, weil es ihnen an jedem Antrieb und an jeder Schwungkraft fehlt; weil ihnen das, was ihnen das Leben behaglich machen soll, schon von selbst in reicher Fülle ist zugeflossen; weil Ihr es ihnen zu leicht und zu bequem gemacht; weil Ihr sie verweichlichet, statt sie abzuhärten; sie verwöhnet, statt sie an den schweren Dienst und Kampf des Lebens zu gewöhnen. Es ist gut, wenn der Mensch eine Last, eine drückend schwere Last zu tragen hat in seiner Jugend. Und die unter Euch, die eine solche drückend schwere Last getragen in ihrer Jugend, die sind darum nicht die Schlechteren, nicht die Schwächeren, nicht die Aermeren und nicht die minder Achtbaren und Ehrwürdigen geworden. Wo der Mensch sein Lebensgut als sein fertiges Theil empfängt, dazu er aus eigenen Mitteln und Kräften Nichts dazu zu thun hat; da verarmt er in sich, wie er nach Außen hin sein Gut sich mehren sieht, weiß mit seinen Mitteln und Kräften nichts Gescheidtes anzufangen, fühlt eine