Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 1 = Jahr 5603 (1842-1843) (1842)
- Date
- 1842-01-01
- Page
- Seite 15 (sequence 72)
- Language
- German
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das Jahr 1841. 15 „Ein glänzendes Gastmahl wurde dem Kolonel Churchill am 1. März im Hause des Signor Farki, des Hauptbanquier's von Damaskus, gegeben. Alte brittischen und österreichischen Offiziere vom Stabe des Generals Jochmus waren eingeladen. Die tapsern Gäste wurden bei ihrem Eintritt in den großen Hof durch den Signor Farki und einer Deputation der vorzüglichsten hier wohnenden jüdischen Kaufleute empfangen, und sofort in das bei dieser Veranlassung eröffnete Staatszimmer geführt. Nachdem die Gesellschaft zu den Divans geführt worden und die Juden sich selbst rings herum gereiht hatten, wurden Pfeifen, Kaffee und Sorbet herumgereicht. Um V21 Uhr wurde das Mahl angekündigt und die Gesellschaft begab sich nach einem breiten und luftigen Korridor, wo eine lange Tafel ganz auf europäische Weise mit 70 Kouverten servirt war. Das Gastmahl bestand aus den delikatesten Speisen, welche Natur und Kunst herbeischaffen konnten, die Zwischengerichte und das Dessert waren außerordentlich ausgesucht, und reizten die Sinne durch ihren Reichthum und Mannigfaltigkeit. Am Schluffe des Mahles wurden Toaste auf das Wohl der Königin Viktoria , des Kaisers von Oesterreich, der alliirten Mächte und des Sir Moses Montestore ausgebracht und mit Enthusiasmusbeantwortet. Um7U.hr wurde das Staatszimmer'erleuchtet und der Glanz der Kronleuchter strahlte mächtig entgegen. Wenige Minuten, nachdem die Gäste ihre Sitze auf dem großen Divan wieder eingenommen, brach der große Hof, wie durch magische Gewalt, in Lichtglanz aus, die Korridore an der Seite boten die herrlichste Illumination dar, indem jeder Orangenbaum in Festons mit den verschiedensten Lampen behängen war, welche tausendfarbige Lichter zurückstrahlten. Der Nachthimmel darüber war mit Sternen besäet, die Wasser der großen Fontaine sprangen aus verschiedenen, bis dahin verschlossenen Oeffnungen, eine Musikbande ließ die Luft von orientalischen Melodien in reichen Tönen erklingen, und zuletzt trug die Gegenwart der Damen der Gemeinde zu der Schönheit und dem Glanze der unvergleichlichen Scene das ihrige bei? Die Lieblichkeit einiger der jungen Jüdinnen war sehr einnehmend und die graziöse