Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge - zweiter Jahrgang 5627 (1866-1867) (1867)
- Date
- 1867-01-01
- Page
- Seite 60 (sequence 164)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2609281-3183019--6517-3183539- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 60 — und Schrift ein hohes Alter beurkundete und dessen erste Worte lauteten: „Siehe, ein Sohn wird dem Mordechai Zebi geboren im Jahre 5386 der Weltschöpfung." Gleichzeitig bezeichnte Natan mehrere Gräber in der Umgegend von Gath, Lyda und Jamma als Ruhestätten von alten berühmten Lehrern und aus einem derselben wollte er eine Stimme vernommen haben, daß Sabbatai im Monate Msan des Jahres 426 (1666) oder (er wußte sich nicht mehr genau zu erinnern,) 427 allgemein als Messias anerkannt sein werde; nur der Bau des Tempels und die Sammlung der Zerstreuten werde erst später in einer nicht bestimmbaren Zeit erfolgen. Unterdessen hatten auch Sabbatai's Brüder, Josef und Elia dem Volke von Smyrna Sabbatai's Messianität verkündet und durch Stellen aus dem Sohar und anderen kabbalistischen Werken bewiesen. Sabbatai selbst zog durch Gat nach Jerusalem und rief, nachdem Natan durch Briefe und allerlei Mittel ihm einen , großen Anhang in den jüdischen Gemeinden weit und breit verschafft hatte, sich dort selbst öffentlich als Messias aus, indem er sich ebenfalls aus kabbalistischen Schriften seine Beweisstellen holte. Das Schreiben, das Natan an alle Gemeinden der' europäischen Türkei versendete, lautete folgendermassen: Unsere Brüder, Haus Israels! hiemit sei Euch kund, daß unser Messias in der heil. Gemeinde Smyrna geboren wurde. Er heißt Sabbatai Zebi, bald wird sein Reich sich offenbaren, er wird dem Könige Jsmaels die Krone vom Haupte nehmen und sie auf seine setzen. Dieser wird wie ein ausländischer Sklave hinter ihm hergehen, denn sein ist das Reich. Hernach wird unser Messias von ganz Israel vermißt werden, man wird nicht wissen ob er noch lebt oder tobt ist; er aber wird über den Fluß Sambatjon gehen, um Rebecca, die Tochter des Moses, unsers Meisters