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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1867-01-01 · Zweite Folge - zweiter Jahrgang 5627 (1866-1867) (1867) · p. Seite XLII

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Zweite Folge - zweiter Jahrgang 5627 (1866-1867) (1867)
Date
1867-01-01
Page
Seite XLII (sequence 74)
Language
German
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XLII aufzunehmen. Hätten von Mendelssohn etwa nur „Phädon und Morgenstunden" und nicht auch sein „Jerusalem" Eingang in die deutsche Literatur gefunden, dann würden alle unsere Meyerbeer, Hallevi, Davisohn und Heine uns nichts weiter gebracht haben, als das Gold der jüdischen Kammerknechte von ehedem. „Mn ölet!“ (Es riecht nicht übel) sagte man vom Gelde der Juden und nahm eS an, wenn man auch den Besitzer nach wie vor verachtete — und über dieß „uou vlst" wäre wahrlich die allgemeine Kulturgeschichte auch nicht hinailsgekommen, hätte es sich darum gehandelt, den „Hugenotten," dem „Propheten" oder den niedlichen Frühlingsliedern und patriotischen Gesängen unserer christelnden jüdischen Dichter eine Stellung anzuweisen. — Das Judenthum selbst wäre von dem Duft ihrer Lorbeern wahrlich nicht populärer geworden. Anders ist es aber jetzt! Durch Männer wie Zunz, Geiger u. dgl. ist nicht nur die Wissenschaft eines Juden, sondern die jüd ische Wissenschaft selbst in deutsche Universitäten eingedrungen, das Heranwachsende Gelehrtengeschlecht Deutschlands drängt sich zu den Lehrstühlen für jüdische Literatur und rabbinisches Schriftthum; die Jugend, welche sich der Intelligenz widmet lernt den jüdischen Geist als jüdischen kennen und achten — und wenn so ein Rabbi Meir und Akiba, ein Saadja's und Maimonides in die Walhalla einer Weltliteratur einziehen, ein Gabirol und Jehiida hallevi auf dem Parnasse der gesammten Menschheit ihren Platz eingeräumt erhalten, dann erst kann eine wahre Gleichstellung zu Stande kommendie sicherere Bürgschaften als Brief und Urkunde, Gesetz und

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