Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge, erster Jahrgang 5626 (1865-1866) (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 43 (sequence 113)
- Language
- German
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43 zerstreut und zu wenig bekannt geworden und überdies diese Mittheilung paßlich ergänzen. A. Mit David Frledländer, gebe. 1750, (er war also 17 Jahre älter als Wilhelm und 19 Jahre alter als Alexander v. Humboldt) sind die beiden Brüder schon früh bekannt geworden. Er wird als ihr Lehrer genannt, doch war dies Verhältnis lediglich durch persönliche, freundschaftliche Zuneigung herbeigeführt und erhalten worden. Der vermögende Schwiegersohn des damals in Berlin reichsten jüdischen Bankiers Daniel Jtzig brauchte keinen pädagogischen Broderwerb. Am 1. Oktober 1787 hatten beide Humboldt in Begleitung ihres Hauslehrers, des späteren Staatsrathes K u uth, die Universität Frankfurt a. d. O. bezogen, wo F riedländer im Dezember die Messe besucht hatte. Auf seine Abreise beziehen sich die nächsten drei Briefe, die auf einem Briefbogen geschrieben und von ein und demselben Datum sind, vom 19. Dezember 1787. 1. So unerwartet und aus mehr als einer Urfach schmerzlich mir Ihr schneller Abschied von Frankfurt gewesen ist, ebenso unerwartet, aber — und das gleichfalls aus mehr als Einer Ursach erfreulich, ist mir Ihr gütiger Brief gewesen. Zwar dürfte ich mit Recht diesen Beweis Ihres Andenkens hoffen; aber wenn ein gewisses Zweifeln bei einem gewissen Grade der Liebe so natürlich sein soll, warum nicht auch bei einem gewissen Grade der Freundschaft? Ich will Sie nicht an den Verlust erinnern, den Sie gelitten und den Ihr Herz gewiß tief empfunden hat; aber soll ich Ihnen auch nicht sagen, wie sehr ich mich freue, Sie wieder aufgerichtet und so heiter zu sehen? — Daß ich mich dage-