Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 5 (1917-1918)
- Issue
- 5 (2.1918)
- Date
- 1918-02-01
- Page
- – (sequence 39)
- Language
- German
- Belongs to
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nachmittag im Heim, während die Führerschaft mit den älteren Wandrern und Wandrerinnen wie in den früheren Jahren in Lichwald die Makkabäerfeuer anzündete. Außerdem gab es aber auch noch für die Großen einen sehr schönen Lhanukkahabend im Heim, an welchem u. a. von der Führerschaft der „Ahasver" von Heijermans aufgeführt wurde. — Das bedeutsamste Ereignis aus letzter Zeit war der von unserem Bunde angeregte nordböhmische Führertag, über welchen an anderer Stelle des näheren berichtet wird. Außer den zahlreichen lieben Gefährten aus den böhmischen Nachbarbünden, die wir aus diesem Anlaß bei uns begrüßen konnten, sahen wir während dieser Tage zu unserer Freude von unseren Lingerucklen auch Franz Lederer, Fritz Eisner und Robert Straß bei uns. von unseren übrigen Soldaten haben wir regelmäßig gute Nachrichten. Ernst Mautner hat die „kleine Silberne" bekommen, Moritz Stern wurde zum Adt. Aspiranten befördert. Jsi Anger hat eine unbedeutende Armverwundung erlitten. Zu Lhanukkah sandten wir ihnen allen, soweit die Feldpost geöffnet war, kleine Liebesgabenpakete. — Felix Seidemann rvie»baden. Im November: \ Wanderung. 2 Heimabende, 1 Liederabend, l Führerschaftsfltzung. Im Dezember: 1 Wanderung, 2 Heimabende, 1 Führerschastssitzung und die Lhannkkabfeier. — Unsere Feier ist sehr schön verlausen. Entschieden das Beste war ein Theaterstück, das von den kleinen Mädchen aufgeführt wurde. Auch alle Anderen bemühten sich durch Deklamationen. Lieder, Guitarrenvortrage ufw. zur Verschönerung der Feier beizutragen. Einige Jargonlieder, die zum Vortrag gebracht wurden, ließen uns mal wieder sehr das neue Blau-Weiß-Liederbuch vermissen. Ni ko Wittenberg WArzbrrrg. Der Ferienbetrieb hatte unsere Erwartungen nicht ganz erfüllt. Die geplanten Fahrten während der w-ihnachtsfeiertage kamen leider nicht zu Stande. Schön war unsre Lhanukkah-Feier. Draußen vor der Stadt veranstalteten wir preiswettläufe und Spiele, bis es dunkelte. Dann wurden auf einem Berge 8 große Feuer entzündet, weithin lohten die Flammen, nur unsre Lieder durchbrachen die Stille der Nacht. Ganz feierlich wurde allen zu Mute. . Seit s Wochen besitzen wir ein Heim; schön ist es nicht, aber billig, das übrige vervollständigt unsere Phantasie. Walther Joel wurde leider plötzlich nach Metz versetzt. Alfred Grünebaum hat für die nächste Zeit die Führung der Fahrten niedergelegt. Um unsre Jungens ist es tatsächlich schlimm bestellt. Nun müssen wir die beiden Züge wieder vereinigen. Fritz Morgenroth, der ebenfalls unter den Waffen steht, hat die Führung übernommen. Auch Berthe! Wertheim wird uns bis Ende d. M. verlassen; wir werden ste alle fchmeltzlich missen. Irma Rosenblatt 207