Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 5 (1917-1918)
- Issue
- 3 (10.1917)
- Date
- 1917-10-01
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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ganz eigenem Reiz, wenn sich Zug oder Gruppe „ihre" Spiele erdenken — Spiele, die in den Wald, nicht auf den Sportplatz gehören. Wenn ich im Folgenden einige Anleitung und die Darstellung mancher Spiele gebe, so geschieht das nicht, um der Phantasie von Führern und Wanderern Schranken zu setzen. ES ist mit dem Spielen, wie mit dem Singen: Erst sindS die üblichen Lieder, die immer wieder erklingen, allmählich aber stellen sich neue Töne ein, eigenartigere und reizvollere . ... Immerhin werden wir für jede Anleitung dankbar. Wir fordern die Bünde auf, Beschreibungen von Spielen zu lenden und werden in jeder Nummer der Blau-Weiß-Blätter einige dieser Vorschläge zum Ab» druck bringen. Jagd Das schönste Spiel in hügligem, dichtbewaldetem Gelände ist die Jagd. Am besten eignet sich dazu eine weite Schonung mit etwa mannshohen Kiefern, dicht verwachsenes Gebüsch, Ginstergesträuch und dergleichen; jede Gegend also, die gute- Verstecken möglich macht, das Nachjagen jedoch recht erschwert. Die Spielteilnehmer wählen eilten guten Läufer zum „Jäger". Er hat dar „SBilb" iu feinen Schlupfwinkeln aufzuspttreu, es zu verfolgen und zu fangen, in» dem er dem Flüchtigen drei Schläge versetzt. Gefangene werden zu „Hunden", die den Jäger unterstützen, inbem sie das Wild suchen, festhalten und den allein schlagberechtigten Jäger herbeirufen. Wer als letzter noch frei ist. wird Jäger des nächsten Spieles. Spüren und Spähen, im Dickicht sich verkriechen, auf Bäume klettern. Hetze« und Fortbrechen in atemlosem Lauf, allerlei Listen und Schliche, wilde Kampfe mit Hunden — das alles ist die herrliche Jagd. (Auch für Mädchen geeignet.) Urbar „Urbar" spielt mau auf hügligem, möglichst unbewaldetem Gelände. Er» guter Läufer wird „Urbar"'. Mit dem höhnischen Rufe „Urbar! Urbär! RauSl Urbar raus!" nähern sich die übrige» Spieler seiner „Höhle", die sich in einer Bodeumnlde oder zwischen einzelnen Bäumen befindet. —- Schwer gereiztbricht das täppische Untier aus seinem Versteck und sucht euren der Spötter zu fangen, indem es ihm mit gefalteten Händen einen Schlag versetzt. Der Geschlagene wird gleichfalls Urbär; beide verlieren jedoch die Möglichkeit noch einmal zu schlagen, bevor sie die Höhle erreicht haben. Nun rächen sich die Gehetzten; mit verknotete« Taschentüchern treiben sie die Urbaren in die Höhle zurück. Mehrere Urbären bilden Gruppen zu zweien, fassen sich an den Händen urch jagen gemeinsam. Mehr als drei Paare sollen gleichzeitig die Höhle nicht verlasse». Urbären, die einander loSlaffen, oder zum Loslassen gezwungen werden oder ihren Schlag verloren haben, werden mit Hieb und Hohn zurückgejagt. Der letzte «och freie Spieler ist Urbär des nächsten Spieles. (Auch für Mädchen geeignet) Tag und Rächt Zwei Parteien, die eine durch Lascherltücher am Arm kenntlich, nehme« ein» ander gegenüber Aufstellung, Zwischen beu Parteien steht der Spielleiter. Er beginnt das Spiel, indem er einen Stein, der auf einer Seite hell, auf der andere» dunkel ist, emporschleudert. Liegt die dunkle Seite oben, so flieht Weist »nd Schwarz verfolgt bis eine