Mannheim
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Blau-Weiss-Blätter · 1917-08-01 · 2 (8.1917) · page 37

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
5 (1917-1918)
Issue
2 (8.1917)
Date
1917-08-01
Page
– (sequence 37)
Language
German
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Unsere Jungens haben außer ihrem Heimabend wöchentlich 2 Schwimmabende. Die find stets gut besucht. Die Wanderer Richard Bergmann und Adolf Felsenstein wurden zu Unteroffizieren befördert. Unser Führer Theo Neumann ist nun auch noch raus, nach Flandern. Cr fehlt uns sehr. — Denkt nur. was wir von Lohs mitbrachten, s Breslauerl - Jungens (darunter Anton alias Nothmann! und 2 Mädels. Da haben wir schone Stunden miteinander erlebt. Zum letzten Heimabend der Mädels marschierte iplStzlich ein Oesterreicher rein, Führer Barlfeld, Berlin-Wien. Wir freuen uns doch immer mächtig, wenn Besuch kommt! Flora Rrupenie rNanuheitn. wie in jedem Jahre wurde auch diesmal der Wanderbetrieb im Frühling und im Sommer stärker und die Beteiligung an Fahrten und Heimabenden war sehr rege. An gemeinsamen Veranstaltungen fand eine Treffahrt von Mannheim und Worms bei Hemsbach statt. Jetzt rüsten wir uns, mit ziemlich großer Zahl zu der Treffahrt am Katzenbuckel. Erfreulicherweise wurde in diesem Semester die Arbeit der Mannheimer Führerschaft tatkräftig unterstützt durch die in Heidelberg anwesenden Führer Hans Oppenheim und Max Hirsch, wir Leuten uns, auch Gertrud und Hedwig Moses sowie Leo Rofenblüth sehr oft bet »ns zu sehen. Alexander Salzmann gab einen hebräischen Rurs. Max Hirsch München». wir haben wieder neue Wanderer (besonders Mädels) be* Kommen und müffen nun wieder dran gehen, die Mädels neu einzuteilen. Die Führerschaft beteiligt sich an den Vortragsabenden des neugegründeten Jüd. Nat. Verbandes, die einen Teil des Programms der Führerabende darstellen. Unsere Führer Jakob Reich und seine Frau henny sind zurzeit hier, wir hatten die Freude, sie auf unserer letzten Treffahrt, die sehr schön vcriief, zu sehen. Theo harburgerliegt zurzeit im Lazarett in Berlin, Gotto Lhrentreu ist ins Feld gekommen. Neu in die Führerschaft wurde Hans Alterthum als Führerfchaftsgast ausgenommen. In den Ferien wandern 3 Züge. Ein Jungenzug geht in die fränkische Schweiz und ins Tauberthal zum Bundestag, ein Zug ins Gebirge, wahrend die Mädels auch zur Treffahrt kommen. Lchaloml Eli Steinberg jtatg. In dem Bericht, der in den letzten Bl. w. Bl. hätte erscheinen sollen, wollten wir Euch von unserem schönen, großen Garten erzählen. Damals hatten wir die Arbeit gerade begonnen! jetzt sind wir schon bei der Ernte, die uns jetzt bei den Wanderungen sehr zu statten kommt. Es Ist ein ziemlich großes Grundstück, vorläufig auf ein Jahr gepachtet, gekeilt in Parzellen von loa m; 2 davon gehören uns, 2 bearbeiten wir für den jüdischen Flüchtlingskinderhort, der Rest verteilt sich auf Eltern von Wanderern, Freunde, und uns nahestehende jüdische Vereine. Einige unserer Führer haben auch privat Parzellen gepachtet. Natürlich braucht der Garten viel Arbeit; bei unserer kleinen Zahl hat es bisher Mühe gekostet einen geregelten Betrieb einzurichten, aber jetzt hat jeder Zug, jeder Führer und Wanderer seine bestimmten Beete und Arbeitszeiten und die Arbeit geht Klaglos von statten. Unsere Rmse — hebräisch, Gesang — werden bis zu Beginn der Schulferien fortgeführt; die Heimabende find allwöchentlich im Heim oder Garten. Artur Eng» LLnder Ist jetzt auf Arankenurlaub, er ist zum Ing.-Leutnant befördert; Otto Eng- 77

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