Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 5 (1917-1918)
- Issue
- 1 (5.1917)
- Date
- 1917-05-01
- Page
- – (sequence 41)
- Language
- German
- Belongs to
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GLrrrütz. wir wandern in 2 Jungenszügen und \ Mädchenzug. hebräisch lernen wir nach dem Rath unter Leitung eines Führers. Heimabende finden regelmäßig statt. NellyFanta Ratibor. Zn den letzten drei Monaten haben wir erfreulichen Zuwachs von Jungen und Mädchen bekommen. Die bestehende Mädchengruppe wurde Ln 2 Züge aufgeteilt. Alle Züge wandern regelmäßig. In den Ferien machten die- Jungen häufig botanische Streifzüge in der Umgebung. Jede Woche drei Heimnachmittage — Jungen und Mädchen getrennt — Lauten- und Führerkursus. Letzterer erfreut sich besonders reger Beteiligung. Manfred Aschner wurde Hilfsführer, Erna Silbermann wurde Hilfsführerin. Unsere Führerin Hertha Frankl kam nach Breslau. L. B ö h m Teplitz-SchSnatt. In den letzten Monaten haben wir besonders Ln den Zügen der Kleinen viel neue Wanderer eingestellt, so daß wir den Bubenzug teilen mußten, es bestehen daher jetzt 5 Bubenzöge und 5 Mädchenzüge. Infolge der letzten Einrückungen mußten wir natürlich eine neue Zugszuteilung vornehmen, welche sich, wie man heute schon beurteilen kann,' ganz gut bewährt. Purim feierten wir durch ein Pupxenspiel mit „lebenden Puppen", welche in primitiven Kostümen von unseren Wanderern markiert wurden. Ls war eine große Freude und ein überaus lustiges Bild, als der Haman den Mordechai auf einem Schaukelpferd über die Bühne zog. Zu peffach hatten wir für die ältesten Buben und Mädels auch Heuer einen Leder im Heim, den ein Mitglied unseres Vorstandes hielt.— persönliches: Unsere liebe Führerin Rosel Graf hat fich mit unserem lieben Führer Jakob Anger verlobt. Willy Freund Stockholn,. Der wanderbetrieb ist gut, besonders bei den Jüngeren, so. daß wir einen neuen Zug gründen müssen. Purim und Pessach wurden) festlich durch Darstellung von lebenden Bildern aus der biblischen Geschichte begangen. LeaTarschis kVLe»baderr. Im Mürz: 2 Wanderungen, i Heimnachmittag, \ Purimfeier. Im April: jo Wanderungen, 2 Heimnachmittage, \ Pessachfeier im Walde, 2 Führerschaftsfltzungen. Alle Veranstaltungen waren gut besucht. Lin Schwimmkursus ist eingerichtet worden. Ernst wolff und Alfred Herz (Wanderer) mußten zum Heeresdienste einrücken. Verlegung unseres Heims in die Toynbeehalle. , Ni ko Wittenberg iPlen« Wir haben hier gegen 100 Wanderer und 50 Wandrerinnen. Der größte Teil unserer Führer steht im Felde, in Wien wirken heute 2 Führer, 5 Führennnen und 2 Hilfsführer. Das wandern mußte in den vergangenen Monaten infolge der Proviantschwierigkeiten und des besonders schlechten Wetters größtenteils unterbleiben. Ihr müßt nicht glauben, daß wir weiterscheu sind, wir sind immer ohne Rücksicht auf Kälte oder Regen gewandert, doch liegt es mit der Ausrüstung größtenteils sehr im argen und Neuanschaffungen sind jetzt unmöglich. Hingegen hat sich bei uns ein reges Heimleben entwickelt, wir haben unsunser Heim erst im Kriege, als wir die Wanderungen einschränken mußten, geschaffen. Jeder Zug hat wöchentlich seinen Zugsabend, an welchem Zugsangelegenheiten erledigt werden, Lektüre, Gesang, Lautenspiel gepflegt werden, Auss-.