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Blau-Weiss-Blätter · 1917-05-01 · 1 (5.1917) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
5 (1917-1918)
Issue
1 (5.1917)
Date
1917-05-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Mau-Weiß rn«r m? Jahrgang Palästina Palästina, Heimat und Hoffnung unseres Volkes, Erinnerung und Sehnsucht zugleich und Verheißung, wir lieben dich und verlangen nach dir mit ganzem Herzen. Das Schicksal deines Bodens lebt in uns, der ein Zeuge ist für das Schicksal unseres Volkes, von den Tagen Jehoschuahs an, der ihn erstritt, über die stolzen Zeiten der Richter und Könige fort, durch Verwüstung und Verödung, bis endlich hin zu seinem späten Wiedererwachen. Von Milch und Honig stoßest du, und die Erstlinge deiner Früchte brachten deine Söhne an festlichen Tagen dankbar im Tempel des Herrn dar, der dich segnete. Und so furchtbar wurdest du zerstört, daß durch Jahrtausende weder Baum noch Strauch auf dir gedeihen wollte. Verflucht schienst du vom Zorn des Herrn. langsam, sehr langsam, mit tausend Mühen und Entbehrungen, mit Gpfern an Leib und Leben haben — in unseren Tagen — treue Söhne deines Volkes dich zu neuem (eben erweckt. Mo Müstenfand und Gestein war, schuf harte Arbeit Ackerboden. Mieder erwuchsen auf dir Mein und Mandeln, Grangen und Gliven, und wo nur noch Meinen und Klagen um deiner Zerstörung willen gehört wurde, erscholl aufs neue das fröhlich« Lachen der Kinder deines Volkes. Die alte Sprache, die du mitgeschaffen hast, sie ward auf deinem Boden wieder lebendig; hoffnungsfroh und voll Sehnsucht sahen wir nach dir, das Merk der Miedergeburt auch ferne von dir fördernd. Mir sprachen von dir zu unseren Kindern und pflanzten die Liebe zu dir tief in ihr Herz. Dann kam der Krieg, und dein Leid war unser Leid. Deine Felder konnten nicht wie sonst bestellt werden, deine Früchte verfaulten im Lande, und was vom Kriege verschont blieb, vernichteten di« Heuschrecken. Not und Hunger litten deine Bewohner, Krankheiten rafften fie dahin, und von den Besten mußten viele dich verlassen. Aber die im Lande blieben, verzagten nicht. Mutig nahmen sie den

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