Mannheim
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Blau-Weiss-Blätter · 1915-01-01 · 8 (1.1915) · page 21

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
2 (1914-1915)
Issue
8 (1.1915)
Date
1915-01-01
Page
– (sequence 21)
Language
German
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pra$. Unsere Arbeit tm Monat Dezember stand im Zeichen des neuen Stadtheimes. Im schönsten Winke! Prags, unterhalb der Karlsbrücke gelegen, ist rs zum Mittelpunkt unserer ganzen Arbeit geworden. hier feierten wir unsere Lhanukahfeier. Etwa 90 Wanderer und Wandererinnen waren gekommen, um unser stolzes Fest mitzufeiern. Line Bibeloorlesung. jüdische Märchen und Gedichte, Lhanukahlieder, Palästinabilder Schon war es, und das schönste, daß wir im eigenen Keim feiern dursten. Wenn auch das Gedränge in den Zimmern ein wenig stark war, zum Schluß bekam doch fast jeder seinen Thee. — Mit der Ausstattung stnd wir noch lange nicht fertig, hoffen aber doch, das Fehlende in absehbarer Zeit aufzubringen. Line Bibliothek haben wir begonnen; sie zahlt schon Etwa J80 Bande. Unsere wandertatigkett war ziemlich rege; etwa S0 Prozent aller Wanderer roanderten jeden Sonntag in ganztägigen Fahrten. Weihnachten waren fast alle Züge mehrere Tage im Landheim draußen Unsere Heimabende bilden die wertvollste Lrgänzung der Wanderfahrten, wir legen auf ihre Ausgestaltung das größte Gewicht. Jetzt haben wir auch ein wunderschönes Puppentheater 4 _DE Fürsorgetätigkeit für die jüdischen Flüchtlinge, deren wir hier über 800$ haben, nimmt unsere ganzen Kräfte in Anspruch. Die wichtigsten Stellen im Fluchttingsbüro sind von unseren Führern, Otto Engländer und A. Feig, besetzt; ständig arbeiten außerdem mehrere größere Wanderer im Büro, und fast Me Botengänge, Besorgungen, Abholungen werden von Blau-Weißen besorgt. An einer großzügigen Subskription beteiligen wir uns in reichem Maße. Unsere eigentliche Schöpfung, das Wäsche- und Kleidermagazin, beschäftigt ständig mehrere Wanderer und wandererinnen. Liner Versammlung, die zum Zwecke einer neuen hilfsakrion veranstaltet wurde, sicherte zum großen Teile unsere Mitarbeit einen schonen Lrfolg. Jetzt wollen wir noch einen Kil 0 - Tag durchführen, an welchem Nahrungsmittel für die Flüchtlinge abgeholt werden sollen. wir arbeiten angestrengt mit unseren ganzen Kräften, und wir finden reichen Lohn in dem Bewußtsein, mithelfen zu dürfen, unseren vertriebenen Brüdern ein menschenwürdiges Dasein zu schaffen, wir sind auch unserem Ziele näbergekommen, der Welt zu zeigen, daß wir nicht nur reden, sondern auch durchführen, was wir gewollt. Artur Engländer Jen Felde stehe« außer den im Heft 7 aufgeführten noch folgende Führer »nd Wanderer: Berlin: Hans Blum, Franz Meyerhoff, Heinz wendriner (Kriegsfreiwillige). $r**Iats r Ludwig Meyer (Kanonier), P e y s e r (Feldunterarzt). £$lss r Georg Landauer (Telegraphist) Hambnrgr Karl Haag (Kriegssteiwilliger), Arthur Joel (Trainso!dgt)s Sally Tr aubermann (Musketier). — Zu streichen ist Fritz valk, der wegen Krankheit entlasten wurde. Mannheim: A. Maier (Musketier), W. Müller (Infanterist), Josef Ros enfeld (Musketier), weil (Landwehrmann). pra$i Otts Engländer, Lrnst KoNmann (Gefreiter). Viaher find ««» M* Ztamcn »on 72 im Felde stehende« BLan- Weihe« rnitgetcilt worden* Gefalle» ist Georg Kahan (Wanderer-Berlin). n

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