Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 2 (1914-1915)
- Issue
- 7 (12.1914)
- Date
- 1914-12-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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solche Befürchtungen nicht zu hegen. Sie wissen, daß die Liebe zum jüdischen Volk der Liebe zum deutschen Vaterlande nicht widerspricht. Diese Erkenntnis und der heiße Wunsch, an unseres Volkes glücklicher' Zukunft mitzuarbeiten, legen aber die Verpflichtung auf zu opferwilligster Tätigkeit. - Ich kenne -en Blau-Weiß und die Blau-Weißen, wenigstens die, die auf diesen Ehrentitel Anspruch haben, zu gut, um auch nur einen Augenblick zu fürchten, daß jemand bisher seine Pflicht nicht getan hat. Wir dürfen auch von unseren Wanderern einen Teil der Aufopferungsfähigkeit, der Selbstlosigkeit verlangen, die unsere Truppen im Felde täglich beweisen. Und dann hoffe ich, daß auch der Arieg nicht den persönlichen Zusammenhang zwischen den Blau-Weißen im Felde und denen zu Hause lösen wird. Jeder Gruß ist uns eine große Freude, jede Zeile rin Beweis für die Festigkeit unseres Bundes. Wenn wir alle zusamenhallen in Einigkeit und Treue, wird auch diese Krise gefahrlos an uns Vorübergehen. Karl Glaser Kriegsfreiwilliger im Gardedragonerregiment, 2. Schwadron Nicht reden; handeln Wir im Blau-Weiß-Bund erleben große Zeiten; durch das deutsche Land lodert Weltenbrand und klirrt eiserner Zeit Gericht; in der Jugendbewegung wird gewogen und wehe dem, der zu leicht beenden wird. Alle die Güter, die wir als wahre Werte erkannt haben: Einfachheit und Ursprünglichkeit, Freude an der Natur und Anspruchslosigkeit, Frohsinn und Wanderlust treten hervor und zeugen selbst ohne viel Worte für sich; in Staub zerfällt, was Unkultur, großstädtische Genußsucht uns als Götzen aufzudrängen versucht hat. Wir haben mit allen Fasern gesunden Empfindens herausgestrebt aus der Straßen staubiger Enge, aus Lafehauslust und Automobilgesurre und dem ganzen Geiste der Städte, haben uns nicht satt sehen können am Prachtgewand des Herbstwaldes, an des Herbst- Himmels strahlendem Blau und haben dem Schwatze der Stadt das Gemurmel des Baches und Flüstern des Windes vieltausendfach vorgezogen. Weg von der Stadt, zur Naturl -s