Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 2 (1914-1915)
- Issue
- 7 (12.1914)
- Date
- 1914-12-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Mau-Weiß-Mütter Dezember Jahrgang 2 Heft 7 Thanukahfeier *) UTit loderndem Schein steigen die Flammen empor, wenn wir unsere gewaltige menorah anzünden, acht Holzstöße oben auf der Höhe, «nd fröhlich schallt der Sang aus hundert Kehlen durch den schweifenden Wald: Moaus zur jcschuossi. . . . Schön ist das Feuer. Es knistert und knattert in den trockenen Scheiten, die roten Flammen züngeln immer höher hinauf, und wie gebannt schauen unsere jungen und Mädchen in die Glut. Wir denken der 2X1 ac c ab äer, unserer Helden, die einst das Volk mit Flammenzeichen aufriefen zum Kampf gegen seinen Todfeind, der ihm der Väter Glauben nehmen wollte. Ein Priestergeschlecht, das um der Ehre seines Volkes willen zum Schwerte griff und feine Hände mit Blut rötete. Tapfere Männer, die ihr Leben einsetzten, um jüdischen Glauben und jüdisches Wesen rein und un- Verfälscht zu erhalten. Und der Sieg ward ihrer. Schön ist das Feuer. Licht schafft es wo Finsternis war, Wärme erzeugt es wo eisige Kälte starrte, und in seiner läuternden Glut lösen sich alle Schlacken vom edlen metall. Wir sehen in die Flammen und schwören es uns zu. männer zu werden wie die maccabäer, als stolze Juden zu leben und zu sterben und mitzuarbeiten für des jüdischen Volkes glückliche Zukunft. Wir wollen die Finsternis von jüdischen Augen verscheuchen und sie des Iudentumes Not sehen lehren, die Kälte von jüdischen Herzen verbannen und sie für jüdische Ideale erwärmen. Wir alle wollen helfen. *) Ich boffe, daß jeder Blau-weiße die Geschichte des Maccabäcrkrieges .kennt und ganz genau weiß, warum wir Lhanukah feiern. In der vorigen Thanukahnumrner der Blau-weiß-Vlatter (Jahrgang \t Nr. \o) konntet ihr schöne Btaxit^ aus den „Büchern der Macrabaer" lesen, in denen die Geschichte der Er- Hebung des Priesters lllattathias und seiner Sohne gegen Antiochus Exiphanes, König von Syrien, ausgezeichnet ist. — In der Julinummer dieses Jahres stand Theodor Herzls schöner Aufsatz .Die M e « o r a b", den ihr zu Lhanukah wieder lesen müßt. M. K.