Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 2 (1914-1915)
- Issue
- 6 (10.1914)
- Date
- 1914-10-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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München. Nach den Feiertagen werden wir wieder wandern. — An unserer vierzehntägigen Tour ins Salzkammergut (noch vor Ausbrpch des Krieges) beteiligten sich acht Madels. jprag. wir fyabzn uns alle zu k>ilfsarbeiten zur Verfügung gestellt, batten aber noch nicht oft die Möglichkeit zu helfen, weil allenthalben ein Ueberfluß an freiwilligen Hilfskräften herrscht. Die Wanderungen werden wir mit 6 Knabenzögen und 2 Mädchengruppen wieder aufnehmen. Außerdem haben wir einen Turnkursus, an dem sich alle beteiligen, und einen Kursus für jüdische Geschichte für die größeren Wanderer eingerichtet Heimabende finden regelmäßig statt. Irn Felde stehen aus unseren Wanderbünden in Berlin r Dr. weißenberg (Lazarettarzt), Felix Rosenblüth (Vizefeldwebel), Karl Glaser, Walter Moses, Herbert Engel, Arthur Korn, Fritz Blumenreich, Karl Anders. Ernst Davidsohn, Dr. Walter Fischer, Leo Rosenblüth, Felix Pulvermacher, Hans Walter wolff (Kriegsfreiwillige), Manfred Tuchler (Assistent im Lazarett), Ln Breslnnr Josef Marcus (Lazarett-Inspektor). in hainbttvS: Martin Gottgetreu (Kriegsfreiwilliger). Simon Wertheim (Unteroffizier), Ernst Fink (Lazarett-Inspektor) — ihre Einberufung erwarten 5 weitere Führer —, in Mannheim: Lugen Seelig (Unteroffizier), Fritz Seelig, Kahn 1, Kahn II, Berlinski (Kriegsfreiwillige), Beifus (Lrsatzreservist), in München: Alex Wetzler (Unteroffizier), Kurt Tuchler, Leo Lohn, Fritz Benjamin, Berliner (Kriegsfreiwillige), Karl Benjamin und Toexlitz als Mediziner, in Prag: Ferd. Black (Fähnrich), Leo Bloch (Kadett), Eduard Weißkopf (Kriegsfreiwilliger). Mitteilungen David wolffsohn, einer der bedeutendsten Juden unserer Tage, ist am t5. September in Homburg einem schweren Herzleiden erlegen, wolffsohn wurde ^856 in einem kleinen russischen Städtchen geboren und hat niemals eine andere Schule besucht als den Lhcder. Mit Jahren kam er nach Memel in ein kleines Holzgeschäft, das er dank seiner genialen kaufmännischen Begabung, nachdem er Mitinhaber geworden war, zu einem gewaltigen Unternehmen ausdaute. Spater üdersiedclre er nach Loln, wo er auch begraben liegt. Wolffsohn war der vertraute Freund Theodor H e r z l s und fein Nachfolger in der Leitung der Zionistischen. Organisation. Sein Leben wurde ausgefüllt durch rastlose, hingebende, aufopfernde Arbeit für das jüdische Volk, das er mit allen Fasern seines Herzens liebte und an deffen glückliche Zukunft er fest und unerschütterlich glaubte. Sein Tod wird im ganzen Judentum aufs tiefste betrauert. Druck von Max Haafe, Berlin 5*2, Luckauer St*. 3.