Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 1 (1913-1914)
- Issue
- 4 (7.1913)
- Date
- 1913-07-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Blau-Wdß-BIätter U trollversamm Jungen fanden sich 150 Wanderer und Wandrerinnen ein. Es wurde die feste Einteilung der Zöge in Rotten vorgenommen und interne Angelegenheiten besprochen. Kein Wanderer darf bei einer Kontroll Versammlung fehlen. Elternausflug In Breslau. Der Wanderverein 1907 veranstaltete" am 29. Juni einen gemeinsamen Ausflug der Eltern und Freunde und der beiden Jugendabteilungen Während jene unter Führung des Vorsitzenden, Herrn Referendar Marcus nach einer kurzen Eisenbahnfahrt von Weidenhof nach Sandberg liefen, sind die Jugendabteilungen — natürlich getrennt — von Oswitz aus zur Weistitzmündung gewandert, wo für die Eitern Tische und Stühle bereit standen. Bald war ein die Kälte stillender Kaffee da. Die Jugendabteilungen kochten sich Kakao ab. Der Regen hatte unsre Sachen, besonders unser Schuhwerk, ganz durchnäßt. Aber unsere Stimmung war so fröhlich uncf" glücklieb, daß auch die Eltern, die geschworen hatten, sie ließen ihr teures Kind bei zweifelhaftem Wetter nie mehr mitwandern, ihren Schwur bald vergessen hatten und sich mit uns freuten. Unsere Rädels leisteten aber auch Hervorragendes. Lucie Kober hatte eine Hobelbank gedichtet, die Malerin Martha Blumenthal dazu wirklich künstlerische Bilder gemalt. Und zu den drei Lauten sangen Martha Blumenthal, Else Kober unj Trude Lichtenstein mit entzückender Wirkung. Und erst das Freilichttheater. Da hatte vor allem Toni Spitz gedichtet, Fee Kirschstein hat einen Gedanken dazu gegeben, und Eise Kober, Judith Lichtenstein, Edith Steiner und Hanne Roth spielten mit rauschendem Erfolge. Das Rauschen stammte aber nicht etwa von dem heftigen Regen, sondern von den 200 Händen, die Gefühlen ihrer Eigentümer Ausdruck verliehen. Auch die Jungen hatten ein Drama verfaßt. Deutschmann und Heymarm waren die Hauptdichter. Meyer und Elias die Stützen der Gesellschaft, Sternberg, Doktor, Karpel und Kirschstein talentierte Schauspieler, die als Götter und Göttinnen einen göttlichen Wanderverein gründeten. Es war eine glänzende Probe. Die Zeit verging zu schnell. Wir waren kaum 4 Stunden zusammen, da mußten wir schon wieder auf den Dampfer, der uns nach 2 stündiger Fahrt — Gott sei Dank! — alle gesund und ohne jegliche Erkältung nach Hause brachte. — Wir sind froh, daß unsere Eltern trotz des Wetters sich mit uns so wohl gefühlt haben, daß sie es dem Wanderverein mit klingendem Golde dankten. Mögen sie uns auch ihre ideelle Kraft stets so schenken. Ferienfahrt der Breslauer Mädchen Die Mädchengruppe macht ihre Ferienfahrt ins Riesengebirge unter Führung von Toni Spitz vom 26. bis 28. Juli. Abfahrt am 26. früh 5<ö nach stkdt Dittersbach. Kosten M. 8.—. Letzte Besprechung am 25., nachmittags 5 Uhr, bei Toni Spitz. Auflosung der Rätselfragen aus No. 3 der Blau-Weiß Blätter. An welchem Baume wächst die Brennessel am häufigsten? An der Hiebe. — Warum? — Die heruntergefallenen Echeln dienen Hirschen und Rehen zur Nahrung, und der Dung dieser Tiere macht den Boden um die Eiche fruchtbar — Ist eine Farbe bei den Blumen, die wir auf unseren Wanderungen in der Mark sehen, am häufigsten vertreten? — Die blaue Farbe bei Korn- und Glockenblumen, Vergißmeinnicht und Ehrenpreis u. s. w.— In was für einen Wald müssen wir gehen um viel Sauerklee zu finden? In einen Buchenwald. — Welcher Nadelbaum treibt jeden Frühling neu? Die Lärche. Elsa Rosenblüth, Anm. d. Red. Herr Abraham wird im nächsten Heft diese Aufl5sung besprechen. Löst niemand die mathematische Frage von Fritz Apt? "i *) Nach Schluß der Redaktion ist eine richtige Lösung von Albert Ma\\ ans CMmütz in Mähren, Mitglied der Olraütxer Gruppe des Wiener Wanderbundes» eingetroffen. Wir werden auf die Lösung noch zurückkommen. F. R.;