Jüdisches Jahrbuch für Sachsen und Adressbuch der Gemeindebehörden, Organisationen und Vereine
- Journal
- Jüdisches Jahrbuch für Sachsen und Adressbuch der Gemeindebehörden, Organisationen und Vereine
- Volume
- 1931-1932
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 141 (sequence 141)
- Language
- German
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Zugführer (Roscheh haplugoth) — Gruppenführer (Röschen hakwuzoth): 1. Zug: Fritz Eidelmann (Qruppenf. Fritz Löwensohu); 2. Zug: Max Weisenfreund (Gruppenf. Sandor Nebenzahl, Norbert Mnuchin, Reifer); 3. Zug: Martin Wang (Gruppenf. Hugo Buchsbaum, Henni Richter, Max Weiser, Jochen Bohrer); 4. Zug: Arthur Seiinger (Gruppenf. Dipl.-Kfm. Leo Goldhaber, A. Zingher); 5. Zug: Ruth Tisch (Gruppenf. Mirj. Wydra, E. Weiser); 6. Zug: Steffi Mittelmann (Gruppenf. Inge Einschlag, Ruth Königsberger). Im Bund befindet sich außerdem eine Gruppe „Rovers44. Leitung: M. Weisenfreund. Der Kadimah B. J. P. ist im Jahre 1925 gegründet worden, und umfaßt in Deutschland über 1500 Mitglieder. Der Bund in Leipzig zählt zirka 200 Mitglieder. Außerdem befindet sich im Freistaat Sachsen noch eine größere Ortsgruppe in Chemnitz mit zirka 70 Mitgliedern. (Leiter: Leopold Steinitz.) Zweck und Ziel : Ziel des Kadimah B. J. P. ist es, den „Hazophe", den jüdischen Pfadfinder zu schaffen, d. h. einen verantwortungsvollen, bewußten und charaktervollen Menschen, der sich in Tatkraft für sein jüdisches Volk einsetzt. Im Programm des Kadimah heißt es: Kadimah ist ein unabhängiger Jugendbund mit reinen Erziehungsaufgaben. Er lehnt es ab, die Nachwuchsbewegung irgendeiner politischen Organisation zu sein. Feind allen Zersplitterungs- und Verfallstendenzen im Judentum, will er die jüdische Jugend zur verantwortlichen Mitarbeit an den gemeinsamen Aufgaben der Weltjudenheit erg ehen. Innerhalb dieser Aufgaben kommt, entsprechend der unzertrennliche»! Verknüpfung Palästinas mit der Geschichte des jüdischen Volkes, dem Wiederaufbau des Landes eine besondere Bedeutung zu. Intensives Hebräischlernen, Eindringen mi die kulturellen und religiösen Probleme, Kenntnisse der jüdischen Geschichte sowie das Wissen um die Gegenwartsfragen des jüdischen Volkes sind die unerläßlichen Vorbedingungen, um die Angehörigen unseres Bundes dazu zu befähigen, sich selbst innerhalb der jüdischen Probleme zu orientieren, und nach ihrer Erziehung im Kadimah zur eigenen Entscheidung über ihren zukünftigen jüdischen Weg zu gelangen. Organisation: Jungens und Mädels sind in altersmäßig einheitlichen Gruppen (Kwuzoth) zusammengefaßt — als Unterteilung der bestehenden 6 Züge (Plugoth), die aus 2—4 Kwuzoth gebildet werden. Jede dieser Kwuzoth hat wöchentlich zwei Heimabende, sowie außerdem eine Fahrt oder Spiele. Daneben finden im Rahmen des Gesamtbundes Liederabende, Diskussionen, Vorträge usw. statt. Es ist bemerkenswert, daß in unserem Bund auf diese Art zirka 50 Veranstaltungen in der Woche abgehalten werden. Während der Ferien veranstalten die einzeiuen Plugoth Fahrten und Camps außerhalb Leipzigs. Beim letzten großen Pfingstlager in der Nähe von Torgau, das mit seinen 15 Zelten schon einer kleinen Zeltstadt glich, nahmen über 120 Mitglieder unseres Bundes teil. Auch für das Jahr 1931 planen wir wieder mehrere größere Veranstaltungen verschiedener Art. Verein „Jüdisches Jugendhaiis", Leipzig. Erster Vorsitzender: Hans Oesterreicher, Leipzig-N 22, Springerstr. 17. Telephon 53901. 141