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Zion · 1938-05-01 · 4 (5.1938) · p. Seite 15

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
10 (1938)
Issue
4 (5.1938)
Date
1938-05-01
Page
Seite 15 (sequence 17)
Language
German
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Berlin. Über das Thema: „Was bedeutet uns Erez Israel in dieser Stunde" sprach in der Synagoge Ahawat Zion Rabb. Dr. Alexander Altmann und in der Synagoge Grenadierstraße 37 Dr. Alfred Lehmann und Joschua Wolff. Dr. Altmann führte, nach einleitenden Worten des Vorsitzenden, Rabb. Dr. Harry Levy, aus: Erez Israel bedeutet uns nicht nur in dieser Stunde etwas, sondern zu allen Zeiten. In dieser Zeit aber, in der das Schicksal Erez Israels zur Entscheidung steht, muß das jüdische Volk seine Verbundenheit mit Erez Israel durch eine starke Einwanderung und durch seine Mitwirkung an der Erlösung des Bodens bekunden. Die Bedeutung Erez Israels liege in der Wiederbelebung der hebräischen Sprache und der jüdischen Kultur. Eine Auswanderung nach anderen Ländern bedeutet noch nicht die Erreichung eines Endziels, sie .kann nur eine Etappe auf dem Wege nach Erez Israel sein, das immer das Ziel bleiben muß. Dr. Lehmann wies darauf hin, daß das Charakteristische dieser Stunde die Notwendigkeit der Wanderung für große Teile des jüdischen Volkes und die Auswegslosigkeit sei. Erez Israel hat in den letzten Jahren einen beachtlichen Beitrag zur Lösung der Judenfrage gebracht, und es sei zu hoffen, daß nach Errichtung des jüdischen Staates Einwanderungsmöglichkeiten für größere Teile des jüdischen Volkes gegeben sind. Erez Israel sei das einzige Land, das nicht nur den einzelnen Juden, sondern dem jüdischen Volk, eine Zukunft sichert. Die Verbundenheit mit Erez Israel gibt auch den Juden in der Gola die Sicherheit und Zuversicht. Joschua Wolff wies darauf hin, daß die Bedeutung Erez Israels zu allen Zeiten gleich sei, und daß wir nur über die Forderungen, die Erez Israel in dieser Stunde an uns richtet, sprechen können. Er schilderte die Bedeutung Erez Israels für die religiöse Jugend. Er betonte die Bedeutung der neuen Siedlung Tirat Zwi und zeigte den Erziehungsweg der religiösen Jugend in der Hachschara des Brit Chaluzim Datiim. Beide Veranstaltungen waren sehr gut besucht und konnten dem Misrachi eine Reihe neuer Mitglieder zuführen. Am Lag b'Omer waren die Mitglieder des Misrachi zu einem Teeabend in dem Bibliotheksraum der Synagoge Münchenerstraße vereinigt, der besonders durch die Gesänge des Oberkantors Katz- Cohen verschönt wurde. Stuttgart In einer von dem zionistischen Ortsverband und dem Misrachi gemeinsam veranstalteten Versammlung sprach Herr Dr. Josef Burg über: „Aufgaben der zionistischen Jugendbewegung". Die Veranstaltung war von der gesamten zionistischen Jugend und von einer großen Anzahl Erwachsener besucht. Herr Lehrer David eröffnete zugleich im Namen des Misrachi. 15

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