Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 8 (1936)
- Issue
- 4-5 (8.1936)
- Date
- 1936-08-01
- Page
- Seite 19 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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Berlin. Vortragstätigkeit. Am 23. Juni sprachen in Friedenau Rabb. Broch und Herr Bruno Bender über: „Die Wiedergeburt der Religiosität in Erez Israel." Der Beitritt zahlreicher Mitglieder zeugte von dem Erfolg der gut besuchten Versammlung. Am 30. Juli fand im überfüllten Saale des BZV.-Heims Rosenthalerstraße eine eindrucksvolle Bizzur-Haarez-Kundgebung statt. Dr. Alfred Lehmann ging von der Tatsache aus, daß der Zionismus schon vor der Balfour-Deklaration bestanden hat und in seiner Idee unabhängig ist von den Möglichkeiten einer Besiedlung des Landes- Die bisherige Einstellung der Mandatarmacht gibt uns die Hoffnung auf Fortführung des jüdischen Aufbauwerks, die gestärkt wird durch die einmütige und entschlossene Haltung des Jischuw selbst. Nur uneigennütziger Idealismus wird in dieser Stunde der Lage gewachsen sein. Hierzu bedarf es im besonderen Maße der Erziehung zur Thora und zum religiösen Ethos. Rabb. Dr. Harry L e v y sprach über unsere Haltung in dieser Stunde. Wir bringen an anderer Stelle dieser Nummer einen Auszug aus diesem Referat. Zum Schluß rief Rabb. Broch die Versammlung zur einheitlichen Willenskundgebung für Bizzur-Haarez auf. In den Räumen der Synagoge Münchener Straße sprachen am 18. August R.-A. Dr. Lehmann und Alexander Adler. Dr. Lehmann sprach über die Erziehungsaufgabe des Misrachi in dieser Zeit. Der Zionismus hat für das jüdische Volk eine gewaltige Erziehungsaufgabe zu leisten. Ein Weg hierzu ist die Gewöhnung an das jüdische Gesetz, das uns nationale Disziplin lehrt und dem Leben in der jüdischen Heimstätte einen geistigen Inhalt verleiht. Herr Adler sprach über die Siedlungstätigkeit des Hapoel Hamisrachi. Die jetzigen Siedlungen des Hapoel Hamisrachi stammen alle erst aus den letzten zehn Jahren. Bis heute existieren 6 Kibbuzim (landwirtschaftliche;Gemeinschaftssiedlungen) und 5 Moschawe Owdim (privatwirtschaftliche Siedlungen ohne Lohnarbeit). Der älteste Moschaw ist S'de Jaakow, früher bekannt unter dem Namen Scheich Abrek, dessen Entwicklung bereits soweit gediehen ist, daß er auch Jugendali ja aus Deutschland aufnehmen kann. Die übrigen Moschawe Owdim sind: Kfar Abraham, Kfar Pines, Kfar Jabez und KfarHaroe, in denen auch Familien aus Deutschland zur Ansiedlung gebracht worden sind. Der Referent will seinen hiesigen Aufenthalt benutzen, um weitere Siedler für diese Siedlungen auszuwählen. Der älteste Kibbuz ist Kibbuz Rodges, der von Chaluzim aus Deutschland gegründet wurde. Von ihm ging die Initiative zur Gründung weiterer religiöser Kibbuzim aus, die noch keinen eigenen Boden besitzen, aber im Laufe der nächsten Jahre durch den Keren Kajemeth ebenfalls angesiedelt werden. In nächster Zeit hofft man, daß ein großes 19