Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 7 (1935)
- Issue
- 4-6 (4.1935)
- Date
- 1935-04-01
- Page
- Seite 35 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 4*6 ZI ON Seite 35 Aus der Arbeit des Bachad. Wenn sich auch der Andrang zur Hachschara bei uns im Frühjahr wesentlich verstärkt hat, so haben wir dennoch keine neuen Hachschara- Zentren geschaffen, sondern die bestehenden im In- und Ausland vergrößert und dadurch versucht, dem großen Führermangel, der bei uns wie in anderen Jugendbünden herrscht, Abhilfe zu schaffen. Sowohl die städtischen als auch die ländlichen Zentren sind vergrößert worden. Für die jüngeren Chawerim, die noch nicht in der üblichen Hachschara untergebracht werden konnten, sind drei Zentren geschaffen worden, in denen z. Z. 50 Jugedliche untergebracht sind. Weitere werden vorbereitet. In diesen Zentren ist die Arbeitszeit beschränkt worden, damit die Chawerim mehr Zeit zum Lernen haben. Gute Kräfte aus der Jugendbewegung wurden zu Führern dieser Gruppen gemacht. Wie bereits festzustellen ist, konnten diese jungen Ausbildungsstätten eine erfolgreiche Tarbutarbeit leisten. Die Ausbildung in der Mittleren-Hachschara wird zwei, vielleicht auch drei Jahre dauern und entspricht der Jugendalija-Ausbildung in Erez Jisrael. Die Zusammensetzung der Chawerim in der Hachschara hat sich wesentlich geändert. Während früher die Jugendlichen aus dem Brit Hanoar den größten Prozentsatz ausgemacht haben, verzeichnen wir jetzt ein Anwachsen der Anzahl der nichtbündischen Chawerim, vor allem solcher, die aus Landgemeinden kommen. Es ist nicht einfach, solche Menschen in einer Zeit von ein bis eineinhalb Jahren ganz zu erfassen, und noch stärker als bis jetzt muß unsere Aufmerksamkeit der Tarbutarbeit und erzieherischen Arbeit gewidmet werden. Ueber 40 Chawerim sind auf der Hoffmannschen Jeschiwa in Frankfurt a. M. untergebracht, wo sie ihr jüdisches Wissen erweitern sollen, bevor sie zur Hachschara kommen. Auch eine Anzahl Chawerim, die bereits Hachschara hinter sich hat, besuchte die Jeschiwa. Ebenso wurde in Mannheim ein Lernzentrum für Chawerim mit fortgeschrittenen Kenntnissen gegründet. Für unsere Mädchen, die im allgemeinen weniger jüdisches Wissen mitbringen als die Chawerim und somit sowohl hier in der Hachschara als auch in Erez Jisrael in den Kibbuzim nicht genügenden Anteil an dem Tarbutleben nehmen können, wird versucht, durch besondere Seminare, die mehrere Monate dauern, Abhilfe zu schaffen. Während der Monate Mai/Juli fand in Hamburg ein Mädchen-Seminar statt, an dem zirka 15 Chawerot teilnahmen. Die besten jüdisch-pädagogischen Kräfte Hamburgs haben sich als Lehrer am Seminar beteiligt, ebenso wurden Ssichot über Probleme Erez Jisraels, des religiösen Aufbaus und des religiösen Kibbuz von führenden Chawerim des Bachad abgehalten. Der Sorfenfcntl de« jüdischen Volkes