Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Journal
- Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Volume
- 1862
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1862-01-01
- Page
- – (sequence 189)
- Language
- German
- Belongs to
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ntoriou hieß. Allein i) fehlte dann vor tartimar das Bet» 2) wäre seltsam, daß bei dem Fleische der Preis, bei dem Weine das Maß angegeben sei, zumal da R. Jose auch vorn Fleische das Gewicht angiebt; 3) ließe sich eben so ausfallend finden, daß ein Knabe schon wegen eines halben Log Weines gesteinigt werden solle (nach herkömmlicher Annahme hatte das halbe Log das Volumen von 3 Hühnereiern). Es ist vielmehr daraus zu erklären, daß im jüdischen Alterthum Fleisch und Wein selbst von Erwachsenen sehr selten genossen wurden, und daß ein Knabe, welcher gegen den Willen der Eltern dies verzehrt und auch sonst „widerspenstig" ist, eine schlimme Zukunft ahnen ließe, wie denn ein Solcher bekanntlich „nur des Endes wegen gerichtet werden sollte". Zu den kleinsten Gewichten^ verwandte man in der talmudischen Zeit wie bei den Römern die Denare, vergl. Loirabbat 110, a. Äboda-sara i!, b; man kannte aber auch nach Schekalim jer. 2, 3 das Gramma, von welchen 3 auf den Denar kamen. Das Gewicht sehr schwerer Dinge oder von Massen in Talenten angegeben ist mir in der talmudischen Literatur nur da vorgekommen, wo biblische Angaben dieser Art zu besprechen waren, und dann ist die Benennung kickar beibehalten worden; für das gewöhnliche Leben mag man auch sehr große Pfundzahlen ohne Redaction auf Talente irgendwelcher Art gelasien haben, gleichwie die Römer meistens thaten. Erst spät scheint das römische Centenarium als Kentar Eingang gefunden zu haben; es wog nicht voll 651 Zollpfund.