Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Journal
- Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Volume
- 1862
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1862-01-01
- Page
- – (sequence 151)
- Language
- German
- Belongs to
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153 Ketubot K. 12 das „Jeruschalemer" Geld mit dem tynschen identificirt. Indessen, mag ihm die Lyrische oder die von ihr kaum, noch verschiedene römische Währung Zu Grunde liegen, so ist doch die Elasarmünze von bloß 45 Gran wohl zu leicht hiefür; sollte diese vielleicht als -f Denar geprägt worden sein, um dem arabischen Denar zu entsprechen, der nach S. 119 damals an 48 Gran wog? In dem zweiten jüdischen Aufstande, unter Benkosiba, scheinen jüdische Münzen gar nicht neu geprägt, sondern bloß römische, von Silber und Kupfer, überträgt worden zu sein, und zwar so ungeschickt, daß ihr primitives römisches Gepräge noch sehr kenntlich ist. Man hat Münzen von den Kaisern Galba, Vespasian, Titus, Domitian, Trajan und Hadrian, welche damals so überprägt worden sind. Die Kupfermünzen, welche nach diesem letzten Aufstande die römischen Kaiserin dem zur colonia. Aelia Capitolina entwürdigten Jeruschalem prägen ließen, gehen uns nichts an. Viertes Kapitel.' Die iw Talmud erwähnten Geldsorten, meistens römische, doch auch anderweitige. §. 16. Kelim 17, 12. B. mezia 25, b. Tosifta B. mezia K. 2 wird ein Neronischer Sela erwähnt, in der ersten Stelle mit dem Beisätze, daß er so groß wie ein italischer Pondion sei; ein Sela, also ein Stück von 4 Denaren, wurde vielleicht nicht in Rom selbst geprägt, wohl aber in asiatischen Provinzen des römischen Reiches (vergl. Cavedoni 2, 75). Die Erwähnung Neronischen Geldes in den mitgetheilten talmudischen Citaten läßt schließen, daß