Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Journal
- Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Volume
- 1862
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1862-01-01
- Page
- – (sequence 132)
- Language
- German
- Belongs to
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134 verstehen sein. — Weil aber die Juden, in Judäa wie in der Diaspora, von jetzt an auch Geld von anderen hellenischen wie hellenistischen Münzfüßen kennen lernten und gebrauchten, muß ich die wichtigsten von diesen angeben. Die Seleuciden haben den attischen Münzfuß beibehalten: bis Antiochus IV prägtensie die Tetradrachme zu 324 Gran, später bis zu 310 herab. Daneben scheint in Syrien, von älterer Zeit her, der schon besprochene Lyrische Münzfuß üblich gewesen zu sein, und jedenfalls hat in der Kaiserzeit Antiochien in diesem geprägt, Cavedoni 2, 75 ist ein antiochisches Tetradrachmon des Vespasian von 271 Gran erwähnt. Doch sagt der anonyme Alexandriner K. 18, „das attische Talent sei 4- (Itiltqitov) des antiochischen, aber dem Lyrischen gleich" gewesen, was nur heißen kann, daß das antiochische Geld -§ des römisch-attischen und lyrischen stand, vermuthlich wegen seines geringeren Silbergehaltes; und denselben Sinn hätte die von Böckh und Hultsch citirte Angabe Pollux 9, 6, daß das syrische Talent I&Wto 4500 attische Drachmen: nur finde ich dort 1500 anstatt 4500, und wir werden bald sehen, daß auch die ptolemäische Drachme unter den Kaisern nur \ Denar galt. Zu der ersteren Lesart würde leidlich stimmen, daß in dem Stater von 3^ Denar, dessen Bechorot 49, b R. Chanina gedenkt, ein syrischer gemeint wäre; doch werde ich in § 19 zeigen, daß diese Annahme bedenklich ist. Den Münzfuß.der Ptolemäer erklärt Mommsen S. 40 nahezu diesem lyrischen gleich, und Hultsch S. 285 nimmt ohne zwingenden Grund die ptolemäische Drachme zu 8,57- Gramm (etwas über 67 Gran) an, während er selbst gleich dahinter der goldenen ptolemäischen Oktadrachmen von 27,88 Gramm gedenkt, wonach die Drachme nur 3,48g Gramm oder 65,6 Gran wog. Noch unbegreiflicher ist seine Auffassung S. 144. 186 der Angabe ches Appian Sie. 2, daß 7000 „alexandreiische" Drachmen auf das euböische Talent gingen. Diese Angabe leidet nämlich an der Schwierigkeit, daß bei der gefundenen Identität des euböischen und des attischen Talentes die alexandrinische Drachme hätte von 82,2 Gran d. i. fast 70|