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Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums · 1861-01-01 · Heft 1 · page 167

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Journal
Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
Volume
1861
Issue
Heft 1
Date
1861-01-01
Page
– (sequence 167)
Language
German
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148 Züchtigung zu ertragen. Als nun unsere Vorfahren vor der spanischen Inquisition fliehen mußten, kamen Einige von ihnen nach Holland, Andere gingen nach Italien, und noch Andere ließen sich in Asien nieder; sie unterstützen sich gegenseitig und ziehen so allenthalben, wo sie sich aufhalten, den Handel an sich, denn sie haben vollkommene Kenntniß aller Arten Münzen, Diamanten, Cochenille, Indigo, Wein, Oel und anderer Waaren, welche durch sie von Ort zu Ort versendet werden. Da sie mit ihren Freunden und Glaubensgenossen, deren Sprachen sie verstehen, auch allenthalben Correspondenzen unterhalten, so bereichern sie die Länder und Gegenden, welche sie bewohnen, nicht nur mit dem, was der Lebensunterhalt erfordert, sondern auch mit Allem, was zur Verbesserung der bürgerlichen Lage beiträgt. Aus dem Handel entspringen gewöhnlich fünf wichtige Vortheile: a) der Zuwachs der öffentlichen Zölle und Abgaben; b) die Zufuhr der Waaren aus entfernten Ländern; o) die Lieferung von Materialien wie Holz, Leder, Felle u. dgl. m.; d) die Ein- und Ausfuhr vieler Arten Waaren; e) der Verkehr und Handel zur See, welcher, die Grundlage des Friedens zwischen benachbarten Nationen, von wesentlichem Nutzen für die Mitbürger ist^i). 3) Dieser Grund erscheint um so triftiger, wenn wir erwägen, daß die in Holland und Italien lebenden Juden nicht nur mit ihren eigenen Capitalien Geschäfte treiben, sondern auch das Vermögen vieler Anderer ihrer Nation, ihrer Freunde, Verwandten und Bekannten, welche noch heute in Spanien leben^ in Verkehr bringen. Diese begnügen sich gewöhnlich mit einem 177, Aehnlich argumentirt Menasse in seiner mehrerwähnten Schrift „Rettung der Juden" (1. c. III, 245 f.).

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