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Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums · 1861-01-01 · Heft 1 · page 34

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
Volume
1861
Issue
Heft 1
Date
1861-01-01
Page
– (sequence 34)
Language
German
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13 beim Vorschneider hat und 3 Dukaten zahlte Die Kosten tragt der Schiffsherr. Die Tafel ist jedesmal reichlich besetzt, man kann sagen königlich; dabeiherrscht große Lustbarkeit, man ißt und trinkt bei lautem Spiel der Flöten, Hörner, Pauken, Harfen rÜ — Für Nachtlager zahlt jeder 4—-5 Dueaten über die ganze Fahrt bis nach Tripoli. Nur zu merken, daß die nach Syrien gehenden’Galeen bisweilen nach Beirut,. 40 Meilen über Trip oli hinwegfahren, und daß dies das Lagergeld ändert. * Ehe man die Gepäckkammer erreicht, sind unter der Prua (Vordertheil des Schiffes) zwei kleine Zimmer einander gegenüber, sehr niedrig, so daß es unmöglich ist, darin anstecht zu stehen, jedes ist 2y4 Ellen breit und 2^ Ellen lang. Der Boden darunter ist hohl bis zum Schiffsboden, in der Mitte iya Elle hoch; da kann man Fäßchen Wein und Tönnchen mit Wasser und Essig, und was man sonst will, verwahren. Für diese Räume werden 30 Dukaten gefordert; und man bedingt daneben, daß Vermiether dem Miether Trinkwaffer liefern und für die Miether alles Erforderliche kochen lassen muß. Man muß darüber in Venedig einen schriftlichen Vertrag abschließen und mit Zeugen versehen. Jenen Raum miethete ich für mich und zahlte 32 Dukaten. In diesem Raum ist es zwar sehr heiß, und man muß auch gestatten, daß die Arbeiter, welche den Segel hinunter oder hinauf zu bringen haben, so oft dergleichen vorzunehmen ist, durch die beiden Zimmer gehen; dennoch fand ich hier Ruhe, denn wer Frau und Kinder hat, muß aus diese besonders bedacht sein. Man findet nicht leicht einen Platz , der dem Argwohn und dem Muthwillen weniger Raum gewährt, als dieser; es ist gut, keine Ortsveränderung vorzunehmen. — Wenn man übrigens den Vermiether auch verpflichtet hat, Trinkwasser zu liefern,; darf man sich darauf nicht verlassen, sondern muß sich einige Tonnen Wasser heimlich vorräthig halten.

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