Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Journal
- Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Volume
- 1860
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1860-01-01
- Page
- Seite 145 (sequence 146)
- Language
- German
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146 vorgebliche Zusammenkunft eines Hohenpriesters Simon mit Alexander dem Großen (Jona 69 a) jedenfalls eher in Uebereinstimmung mit der Lebenszeit des ersten als des zweiten zu bringen wäre. — Allein die Mittheilung in Abot, daß Simon dem Gerechten unmittelbar Antigonus aus Socho, der um 200 v. d. gew. Zeitr. geblüht, im Lehramte gefolgt sei, wie die Erzählung von zweien um die Herrschaft unter sich kämpfenden Söhnen Simons des Gerechten (Jer. Joma 17 b; Menachot 109b). nämlich Schimei und Chönaw (die Josephus Ant. lib. 12. cap. 6. Jesus und Onias nennt, und dabei bemerkt, sie hätten die griechischen Namen Jason und Menelaus angenommen), überhaupt die meisten dahingehörenden Stellen im Talmud zeigen unumstößlich, daß Simon der II. als das letztgebliebene Glied der.großen Synagoge bezeichnet werde, und daß dieser gleichfalls den Namen des Gerechten sich erworben. Auch die Lobeserhebungen in Sirach Cap. 50 beziehen sich nur aus Simon II., wie schon Eichhorn (Apokr. 36 ff.) und Berthold (Einl. V. 2289) nachweisen. Vgl. Meor Enajim cap. 22. Winer Real-Lex. unter Simon. Wir wollen hier noch einer Hypothese des Herrn Dr. Sachs (in Frankel's Zeitschr. 8 Heft 1845) mehr ihrer geistreichen Zusammenstellung als ihrer innern Wahrscheinlichkeit und annehmlicher Begründung wegen entgegengetreten, nach welcher Hypothese die Einrichtung der großen Synagoge von 120 Männern dem politischen Vorbilde des damals weltbeherrschenden persischen Staates, die spätere Einsetzung des Synedrium von 71 dem griechischen Muster unter Seleukus Nikator und die Anstellung der zwei Häupter nm der römischen Staatsverfassung nachgeahmt sei, um Treue und Huldigung der jedmaligen Herrschaft zu bezeigen. Abgesehen davon, daß die 120 Männer, wie deren Namen ausweisen, nicht in Einer und derselben Zeit gelebt haben, oder man müßte etwa Andre als die im Talmud und Midrasch dazu gerechneten unterschieben, in welchem Falle das Bestehen